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Wer bezahlt traditionell wofür bei einer Hochzeit?

Am Anfang der Hochzeitsplanung realisiert man als Brautpaar schnell, was für Hochzeitskosten auf einen zukommen, sodass die Festlegung des Budgets mit an erster Stelle steht. Auch wenn heutzutage meist davon ausgegangen wird, dass das Brautpaar für seine Hochzeit selbst zahlt, zumal wenn es bereits eine Zeit lang zusammen wohnt, möchten die Eltern dem Brauch nach oft gern ihren Teil beitragen.

Um zu bestimmen, inwieweit die Eltern sich an den Kosten der Hochzeit beteiligen können und dürfen, sollte man ihre Bereitschaft und Möglichkeiten berücksichtigen. Etikette und Tradition sowie Hochzeitsbräuche können zusätzliche Anhaltspunkte geben, wer welchen Teil der Hochzeit finanziert. Klar ist, dass in unseren Breitengraden das Thema Mitgift keine Rolle spielt, sodass dies bei der Finanzierung der Hochzeit nicht berücksichtigt werden muss und die Frage danach auch eigentlich nicht aufkommt.

Brautpaar auf einem Steg
Bild: © Kathleen John

Die Verlobungsfeier

Natürlich kann generell jeder, der dem Brautpaar nahe steht eine Verlobungsfeier veranstalten, ebenso wie das Paar selbst. Traditionell richten die Eltern der Braut die Feier zur Verlobung aus, um den zukünftigen Schwiegersohn in der Familie willkommen zu heißen.

Der Beitrag der Brauteltern zur Hochzeit

Am bekanntesten dürfte die Rolle der Eltern, also Brautmutter und Brautvater, als Gastgeber von Empfang und Hochzeitsfeier sein, da sie oft zumindest einen Teil der Hochzeit der eigenen Tochter finanzieren. Um diesen Umstand zu ehren, stehen die Namen der Brauteltern in diesem Fall auch ganz oben auf den Einladungskarten.

Neben dieser großen Aufgabe kommt der Familie der Braut auch die Übernahme der Kosten für die Hochzeitsplanung, Dekoration, Blumenschmuck und Fotografen für das Hochzeitsfest zu. Die Braut selbst zahlt für die Blumen und Geschenke ihrer Trauzeuginnen oder Brautjungfern, den Ring des Bräutigams und ihr Geschenk für ihn. Ob sie auch die Kosten für die Kleider der Brautjungfern bezahlt, hängt von gewissen Extravorstellungen bezüglich des Kleides ab.

Hochzeitskosten: Vater und Braut
Bild: © Kathleen John

Zusätzlich übernehmen die Brauteltern auch die Kosten für das Brautkleid. Schließlich ist in den meisten Fällen auch die Mutter der Braut bei der Anprobe des Brautkleides dabei und sucht das passende Brautkleid mit aus. Dazu kommen dann auch noch die Brautschuhe und weitere Accessoires wie Blumenschmuck für die Braut. Generell bezahlt die Brautmutter diese Dinge bis zu einem gewissen Betrag aber gerne.

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Der Bräutigam und seine Eltern

Der Bräutigam übernimmt die Kosten für den Brautstrauß und den Verlobungs- und Ehering seiner zukünftigen Frau. Außerdem ist es auch an ihm, eine kleine Aufmerksamkeit und gegebenenfalls passende Anstecksträuße oder ähnliches für seine Trauzeugen zu organisieren.

Auch die Hochzeitsreise fällt in seinen Aufgabenbereich als zukünftiger "Herr des Hauses". Die Eltern des Bräutigams finanzieren traditionell den Polterabend vor der Hochzeit. Oft übernehmen Mutter und Vater des Bräutigams auch die Kosten für die Getränke während der Hochzeitsfeier oder für Blumenarrangements.

Individuelle Kostenverteilung finden

Diese traditionellen Regeln können Euch als Richtlinien dienen, um die Unterstützung Eurer Eltern bei der Hochzeitsfinanzierung zu koordinieren. Für Eure persönliche Feier liegt die Zuteilung der Zuständigkeitsbereiche allein in Eurer Hand und sollte sich nach den zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten Euer Familie richten.

Braut und Freundin umarmen sich
Bild: © Kathleen John

Bedenkt aber, dass die Eltern des Brautpaares auch mehr Mitspracherecht in der Planung und Organisation fordern können, je mehr sie sich an den Kosten beteiligen. Besprecht deshalb von vornherein Eure gegenseitigen Vorstellungen und Erwartungen an die Gestaltung der Hochzeit, um späteren Enttäuschungen vorzubeugen.

Am Ende solltet Ihr als Brautpaar aber selbst entscheiden, wie Ihr die Finanzierung Eurer Hochzeit handhabt, sodass Ihr am Ende mit oder ohne finanzieller Unterstützung durch Eltern oder Hochzeitskredit die Hochzeitskosten bis auf den letzten Kosten bezahlen könnt. So könnt Ihr die aufkommenden Kosten auch untereinander teilen und zum Beispiel auch die Eheringe gemeinsam bezahlen.

TIPP

Die endgültige Kostenverteilung habt sevstverständlich Ihr in der Hand! Ab einem gewissen Alter kommen bei den meisten Paaren auch nicht mehr die Eltern für die eigene hochzeit auf. Viele Brautpaare zahlen ihre Hochzeit aus der egenen Tasche.

Trauzeugen

Sobald das Thema Junggesellenabschied aufkommt, stellt man sich schnell die Frage, wer eigentlich hier die Kosten übernimmt. In der Regel ist es mittlerweile tatsächlich so, dass die Trauzeugen den Junggesellenabschied zwar organisieren, die Freunde oder Hochzeitsgäste, die mitkommen, Ihren Teil aber selbst zahlen. Gemeinsam werden dann auch die Kosten für die Braut oder den Bräutigam von den Freunden übernommen.

Hochzeitsgäste

Die Gäste der Hochzeit müssen natürlich nicht extra etwas bezahlen, damit sie an der Hochzeit teilnehmen können. Trotzdem darf man heutzutage mit Geldgeschenken der Hochzeitsgäste rechnen. Das Geld solltet Ihr dann entweder sparen oder zum Beispiel in Eure Flitterwochen investieren. Auch könnt Ihr Euch von Euren Hochzeitsgästen explizit Geld für Eure Hochzeitsreise wünschen. Eure Flitterwochen unterstützen die Gäste sicherlich gern.

Hochzeitsgäste auf einer Hochzeit
Bild: © Kathleen John

Wie Ihr seht ist es mittlerweile längst nicht mehr üblich, dass der Mann oder die Eltern alle Kosten von der Hochzeitsplanung über die Trauung bis hin zur Hochzeitsfeier übernehmen müssen. Da es keine festen Regelungen gibt, sind individuelle Absprachen mit allen Beteiligten hier unabdingbar, sodass sich die Kosten vielleicht sogar fair untereinander aufteilen lassen. Ob Ihr die Geldgeschenke annehmen möchtet, müsst Ihr als Braupaar selbst entscheiden und das ohne Blick auf jegliche Hochzeitsbräuche.

Titelbild: © Kathleen John

Wer bezahlt traditionell wofür bei einer Hochzeit?
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