Interview: Dein Hochzeitsblog DIY

. 3 minuten Lesedauer

Chris Libuda
deinhochzeitsblog.com

Wie man an Eurem Blog sehen kann, liebt Ihr DIY. Sogar eure Kennenlern-Geschichte hängt eng mit einem Projekt von Dir, Chris, zusammen. Wie viel habt Ihr auf Euren Hochzeiten selbst hergestellt?

Ich habe viel selbstgemacht - zum Beispiel exakt 53 Mini-Pompoms aus Seidenpapier, die ich an Bänder genäht habe und als Deko auf die Tische der Hafenbarkasse drapiert habe, mit der wir durch Hamburg geschippert sind. Dann hat mir meine Mutter ganz viel geholfen, die kann das nämlich noch viel besser als ich. Sie hat alle Stoff-Servietten genäht.

Heißer Tipp übrigens an alle DIY-Bräute da draußen: Selbermachen LASSEN ist auch eine gute Idee, Tanten und Mamis freuen sich. Astrid? Genau diesen Tipp hat sie beherzigt und geht außerdem gerne bei Dawanda und Etsy shoppen.

Würdet Ihr es wieder so machen?

Ja. Nein. Ich würde noch mehr selber machen. Im Ernst: es ist schade, dass die Zeit kurz vor der Hochzeit so rast und man so manches DIY-Projekt, das schon im Kopf und der Schublade liegt leider nicht mehr realisieren kann.

Wie steht Ihr zu Trends und was ist gerade angesagt im DIY?

DIY ist kein Trend, sondern eine gesellschaftliche Veränderung - so haben wir es unlängst auf dem Podium eine Trendforschungsinstituts zusammengefasst. Das heißt: die Generation, die jetzt heiratet, hat ein tiefes Bedürfnis nach Echtheit. Authentizität. Keine Massen-Plastik-Ware aus China.

Im Moment werden zum Beispiel besonders die alten Handarbeiten wie Häkeln und Weben wiederentdeckt und modern interpretiert. Ich liebe DIY-Trends: letztes Jahr zum Beispiel war Origami schwer angesagt, dieser Jahr Makramee und nächstes Jahr? Ich glaube, wir werden alle eine Menge sticken!

Viele Bräute unterschätzen oder überschätzen den Aufwand, den eine DIY Hochzeit mit sich bringt. Für welche Art Braut ist es eine gute Idee, Gastgeschenke, Dekorationen, Einladungen und andere Dinge selbst herzustellen?

Viele Bräute nutzen DIY Projekte, weil ihnen die Arbeit vom Profi zu teuer ist. Spart man wirklich Geld, wenn man es selbst macht?

Nicht wirklich. Man will ja mit schönen, hochwertigen Materialien, wie zum Beispiel natürlichem Leinengarn oder edlen Papiersorten arbeiten. Das kostet alles sein Geld. Wenn man ein Händchen für Blumen hat, dann kann man vielleicht schon den ein oder anderen Euro sparen und eine natürliche Blumendekoration selber machen.

Um zu sparen und persönlichen Stil in die Hochzeit zu bringen, muss man ja nicht alles selbst machen. Es gibt bestimmt auch Möglichkeiten, nur gewisse Dinge in die eigenen Hände zu nehmen.

Was sind Eure Erfahrungen: Welche Dinge eignen sich am besten, um sie allein umzusetzen?

Es ist ja ein Problem, dass sich durch die ganze Hochzeitsvorbereitung zieht, nicht nur bei den DIY-Projekten: Man muss knallhart priorisieren. Erstmal viele Projekte auf Pinterest sammeln, sich dann entscheiden und loslegen.

Einfache Projekte sind zum Beispiel: Spitzen-Körbchen für Blumenkinder, Deko-Gugl aus Giesmasse oder, ganz einfach, Papierherzen. Oder: ein kleines Dankeschön für die Blumenkinder,Perlen auf Draht aufziehen, dass ist nun wirklich nicht besonders schwer.

Als Braut neigt man ja oft dazu, sich in Kleinigkeiten zu verlieren, die auf der Hochzeit dann aber von den Gästen übersehen werden. Was kann man sich sparen?

Alles. Ehrlich: man kann komplett ohne Deko zu zweit heiraten. Da gilt der alte Spruch: “It’s your wedding, not a performance”. Wenn man aber Spaß hat am selber machen, dann ist alles möglich. Sogar die Torte kann man selber machen.

Und zum Schluss: Gibt es ein DIY Projekt, bei dem eine Braut mit relativ wenig Aufwand einen Wow-Effekt zaubern kann?

Gastgeschenke werden besonders gerne selbst gemacht. Was wirklich jeder kann, ist: Salz mischen. Ist mal was anderes als die übliche Marmelade.

Ansonsten: es ist tatsächlich aufwendig, eine DIY-Hochzeit zu feiern. Aber das macht nichts: denn es macht Riesen-Spaß, wenn man seinen Gästen seine selbstgemachten Sachen präsentieren kann.

Und ich kann euch verraten, die werden es schätzen! Diese Tischbänder mit den Pompoms, übrigens, die haben sich, kaum hatte die Barkasse angelegt, zwei Freundinnen um den Hals gehängt und nach Stuttgart exportiert. Das nenn’ ich Erfolg!

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