Brautgeschichten #5 – Die Hochzeitseinladungen

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Vor zwei Wochen bekam ich so langsam Panik. Noch immer waren keine Einladungen in Sicht. Uns fehlte von der Idee, über die Details bis hin zu dem Papier gewordenen Traum alles.

Alles, was ich wusste war, dass sie schön sein und zu den „Save the Date“ Karten passen sollten. Komischerweise waren diese damals ruckzuck fertig. Gesehen, verliebt, umgesetzt und verschickt. Dieses Mal war es irgendwie schwieriger. Ich habe mir unendlich viele Designs bei Pinterest angesehen, die einfach alle schön waren, bis ich endlich wusste, was ich wollte.

Als die Optik dann feststand und ich schon dachte, jetzt kann ich aber loslegen, fiel mir auf, dass ich gar nicht so recht wusste, was alles Inhaltlich reingehörte. Also wieder das Internet und meine unzähligen Ratgeber befragt. Klar war, dass ich alles was wichtig ist, damit abdecken wollte. Denn mit einer Homepage kann ich mich nicht anfreunden bzw. liebe ich es, einfach Post zu bekommen. Also echte Post, so ganz Retro!

Womit Punkt 1 ‘die Antwort­karte’ schon mal feststand. Fündig wurde ich in dem Buch „Einfach Heiraten“ von Stefanie Luxat. Als Freebie gab es dort eine Antwortkarte zum Ankreuzen und schmunzeln. Genauso wollte ich das auch, nur in unserem Design.

Punkt 2 die Einladung – gut Datum, Ort und Uhrzeit ist schon klar. Doch was wenn es schon an einem dieser drei Themen scheitert?

Die Uhrzeit, ja das war so eine Sache – denn zu dem Zeitpunkt hatten wir noch gar keine genaue Zeit. Was daran lag, dass wir auch noch niemanden hatten, der uns traut. Die Trauung war bei uns von Anfang an ein eher schwieriges Thema.

Mein Lieblingsmann war pro Standesamt (besonders und noch mehr seit der wunderschönen Hochzeit unserer Freunde im Januar) und ich, ich hatte die komplette Locationsuche darauf abgestimmt, den perfekten Ort für diesen einmaligen Moment zu finden.

Klar hätte es einen Kompromiss gegeben, eine standesamtliche Trauung in einer hübschen Außenstelle, aber wie Ihr Euch vielleicht erinnern könnt, gab es für uns keinen schöneren Ort. Also fiel der Entschluss, dass wir die standesamtliche ­Geschichte als Papierkram abtun und wir uns auf eine freie Trauung einlassen. Nach einigen Hin und Hers und wirklich tollen Menschen, kam unerwartet ein Vorschlag der mich noch jetzt unheimlich glücklich macht und uns endlich auch die Frage nach der Uhrzeit abnahm. Somit war auch dieser Teil fertig.

Punkt 3 die Details – das wohl komplizierteste der ganzen Einladung. Möglichst viel Inhalt in möglichst kurzen und schnörkelosen, jedoch liebevollen Worten verpacken. Wir haben uns dabei für diese Themen entschieden: Kontakt, Geschenke, Übernachtung und Frühstück.

Für mich ist ganz wichtig, dass alle Verrücktheiten vorher einen sogenannten Trauzeugen­-Check durchleben. Denn auf keinen Fall möchte ich nachher in einer Situation landen, in der ich mich an diesem Tag unwohl fühle. Daher war mir der Punkt Kontakt gleich doppelt wichtig.

Die richtige Wortwahl für die Geschenke fiel mir sehr schwer und auch das World Wide Web war mir dabei keine große Hilfe. Überall findet man nur Reime und mehr oder weniger witzige Sprüche. Doch mit all dem fühlte ich mich nicht wohl. Letztendlich entschied ich mich für meine eigenen Worte. Bei den Übernachtungen war es erstrangig, dass es abends einen Shuttle Service geben wird, da es in dem Ort wo wir feiern nicht sehr viele Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Und das Frühstück. Da es nix Schöneres gibt, als mit all seinen Lieben gemeinsam in den Tag zu starten, musste es natürlich erwähnt werden!

Punkt 4 die Optik – da unsere Wahl auf einen Polaroid-­Look fiel, brauchten wir unausweichlich auch ein Foto von uns. Kitschig und romantisch?

Das passt einfach nicht zu uns, also bauten wir uns Zuhause eine Photobooth auf und schmissen zwei große TütenKonfetti durch unser Wohnzimmer. Die passenden Rahmen habe ich aus Zeichenkarton gebastelt.

Lange Rede kurzer Sinn – et voilà: Gedruckt, ausgeschnitten, ab in die Umschläge, ein bisschen Konfetti dazu und die Einladungen können endlich raus. Noch vier Monate und mein Ring liegt beim Zoll. Karma?

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