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Die Traurede im Standesamt - Tipps und Tricks für eine persönliche Trauung

Die Traurede bei der standesamtlichen Hochzeit wird von dem*der Standesbeamt*in gehalten und ist ein wichtiger Bestandteil der Trauungszeremonie. Wie Ihr es schafft um die 08/15 Rede drumherum zu kommen und Eure standesamtliche Trauung noch persönlicher werden lasst, erklären wir Euch in diesem Artikel.

Stühle für das Brautpaar bei der Standesamtlichen Hochzeit
Zuzu Birkhof ©

Die Traurede im Standesamt ist ein besonders schöner Teil der standesamtlichen Eheschließung. Hier richtet der*die Standesbeamt*in ein paar Worte an das Brautpaar. Da der*die Standesbeamt*in, anders als die Gäste bei den Hochzeitsreden, das Brautpaar jedoch nur flüchtig kennt, werden diese Reden oft als sehr oberflächlich oder unpersönlich wahrgenommen. Darum geben wir Euch in diesem Artikel hilfreiche Tipps, wie Ihr es trotzdem schafft Eure Traurede einzigartig werden zu lassen.

Inhalt der Traurede im Standesamt

In der Traurede im Standesamt richtet der*die Standesbeamt*in einige Worte an das Brautpaar. Nach der Begrüßung wird häufig eine kleine Geschichte über das Brautpaar erzählt. Zum Beispiel, wie sich die Braut und der Bräutigam kennengelernt haben und was sie in ihrer Beziehung besonders verbindet.

Auch die Geburt von möglichen Kindern und wie sie sich entschlossen haben zu heiraten, kann mit in die Rede zur Trauzeremonie eingebunden werden. Dann äußert der*die Standesbeamt*in Wünsche für das zukünftige Leben des Brautpaares. Außerdem fließt häufig ein Zitat, ein Spruch oder kleines Gedicht über Liebe und Heiraten mit in die Traurede ein.

“Die sich lieben, die fürchten sich nicht”

Theodor Fontane (1819 - 1898)

“Die Liebe ist ein Fest, es muss nicht nur vorbereitet, sondern auch gefeiert werden.”

Platon

Das Vorgespräch im Standesamt

Bevor Ihr Euch das Eheversprechen bei der tatsächlichen Trauung gebt, gibt es eine Art Vorgespräch mit dem*der Standesbeamt*in. Dieses erfolgt häufig schon bei der Anmeldung. Macht Euch also am besten schon vorher Gedanken, welche Wünsche Ihr für die Trauung im Standesamt habt. Das ist sehr wichtig, damit Ihr dem*der Standesbeamt*in vermitteln könnt, wie genau Ihr Euch die Trauung wünscht.

Vor der kirchlichen Hochzeit gibt es übrigens ein ähnliches Vorgespräch mit dem*der Pfarrer*in.

Bei dem Vorgespräch könnt Ihr dann persönliche Details erzählen, die Ihr gerne in die Rede integriert hättet. Außerdem wird bei der Anmeldung besprochen, welchen Namen Ihr nach der Hochzeit tragen möchtet und ob es eine Ringübergabe und Trauzeugen geben soll.

Ablauf der standesamtlichen Trauung

Die Zeremonie der standesamtliche Trauung dauert zwischen 20 und 30 Minuten. Dabei folgt der*die Standesbeam*in einem vorgegebenen Ablauf, der aber je nach Wunsch des Brautpaares etwas ausgedehnt werden kann.

  • Einzug in das Standesamt
  • Aufnahme der Personalien: Zunächst werden Eure Personalien aufgenommen.
  • Traurede: Die standesamtliche Trauung beginnt in der Regel mit der Traurede des*der Standesbeamt*in. Darin können persönliche Details über das Leben des Paares aufgegriffen und Glückwünsche an das Paar geäußert werden.
  • Das Ja-Wort: Anschließend werdet Ihr gefragt, ob Ihr gemeinsam den Bund der Ehe eingehen möchtet und könnt Euch das Ja-Wort geben.
  • Ringtausch: Falls Ihr Euch das wünscht, folgt auf die Ansprache und das Ja-Wort der Ringtausch.
  • Lesung des Protokolls zur Trauung: Abschließend folgt dann der bürokratische Teil der Trauung, in dem die Standesbeamtin oder der Standesbeamte das Protokoll der Trauung vorliest.
  • Unterschreiben der Heiratsurkunde: Zu guter Letzt unterschreibt Ihr dann die Heiratsurkunde und seid somit offiziell Mann und Frau.
verliebtes Hochzeitspaar schaut sich in die Augen
Zuzu Birkhof ©

5 Tipps für eine persönliche Traurede

Wer wünscht sich denn nicht eine individuelle Traurede, die sowohl Eure als auch die Herzen Eurer Gäste erwärmt? Damit es Euch gelingt die Rede an Eurem großen Tag effektiv mit zu gestalten, haben wir für Euch die wichtigsten Tipps für eine persönliche Traurede zusammengestellt.

  1. Bereitet Euch gut vor: Eine gute Vorbereitung für das Vorgespräch ist ein wichtiger Anfang. Denn macht Ihr Euch erst vor Ort Gedanken, wie Ihr Euch eine schöne standesamtliche Trauung vorstellt, werdet Ihr nicht ausreichend Zeit haben dem*der Standesbeamt*in oder dem Standesbeamten Eure Wünsche zu erläutern. Kommt Ihr hingegen schon mit klaren Vorstellungen und Wünschen, wird Euch der*die Standesbeamt*in sicherlich entgegen kommen, um diese in die Tat umzusetzen.
  2. Realistische Wünsche: Natürlich ist die Hochzeit Euer großer Tag und Ihr dürft so viele Wünsche haben, wie Ihr möchtet, aber seid Euch auch bewusst, dass die Trauung im Standesamt gewissen Vorschriften folgt, die nur begrenzt abgewandelt werden können. So achtet zum Beispiel darauf, dass Eure Pläne auch in den 20-30 Minuten, die vom Standesamt für eine Trauung eingeplant werden, umsetzbar sind.
  3. Die Rede selber schreiben: Wenn Ihr das Steuer lieber nicht aus der Hand geben möchtet, gibt es auch die Möglichkeit, die Traurede selbst zu schreiben oder jemand anderes mit dem Schreiben zu beauftragen. Vielleicht erklärt sich ja auch die Trauzeugin oder der Brautvater dazu bereit, statt einer Hochzeitsrede die Rede zu schreiben. Gehalten wird sie in jedem Fall von der*dem Standesbeamt*in selbst. Solltet Ihr Euch für diese Variante entscheiden, sprecht es in jedem Fall mit dem*der Standesbeamt*in ab und achtet außerdem darauf, die Rede kurz zu halten und schnell auf den Punkt zu kommen.
  4. Informiert den Standesbeamten: Bedenkt immer, dass der*die Standesbeamt*in Euch nicht kennt. Er* oder sie kann also nur Informationen in die Rede mit einbauen, die Ihr ihm*Ihr gebt. Habt Ihr also eine schöne Anekdote, die gut in die Rede passen könnte, erzählt sie dem*der Standesbeamt*in.
  5. Seid nicht zu schüchtern: Eure Hochzeit ist Euer großer Tag. Also scheut Euch nicht Eure Wünsche auch klar zu formulieren und bei der Vorbereitung der Trauzeremonie zu äußern.
  6. Sprecht mit Freunden und Familie: Es ist immer hilfreich mit Freunden und Familie zu sprechen, die selbst schon geheiratet haben und Euch dementsprechend ihre eigenen Erfahrungen schildern können. Wie waren ihre Standesbeamt*innen so als Redner?
TIPP

Habt Ihr viele Wünsche, die im Standesamt nicht oder nur schwer umsetzbar sind, wollt aber aus Glaubensgründen nicht kirchlich heiraten? Dann könnte vielleicht eine freie Trauung eine gute Alternative sein.

Alle Infos zu einer freien Trauung findet ihr in unserem Artikel “Freie Trauung - so individuell wie das Brautpaar selbst”.

verliebtes Paar bei der standesamtlichen Hochzeit
Kathleen John ©

Weitere Möglichkeiten die standesamtliche Trauung persönlicher zu gestalten

Die Traurede allein ist natürlich nicht alles. Tipps, wie Ihr auch das Außenrum der Zeremonie persönlich gestalten könnt, haben wir darum im folgenden Abschnitt zusammengefasst.

  • Musik: Musik kann so viele Gefühle ausdrücken und wunderschöne Erinnerungen wecken. Darum finden wir es eine wunderschöne Variante ein schönes Lied am Anfang oder Ende der Trauung zu spielen. Eine schöne Option ist es auch, einen Trompeter oder Geigenspieler zu organisieren, der etwas für das frisch verheiratete Brautpaar spielt, wenn es nach der Zeremonie das Standesamt verlässt.
TIPP

Fragt einfach mal herum. Vielleicht habt Ihr ja sogar einen Trompeter oder Geigenspieler im Bekanntenkreis. Wenn nicht, könnt Ihr auch einem Straßenmusikanten etwas Geld bieten, damit er am Ort Eurer Hochzeit für Euch spielt.

  • Luftblasen, Reis oder Wedding Wands: Eine alte Tradition ist es, dass die Gäste das Hochzeitspaar mit Reis bewerfen, wenn es nach der Eheschließung als Mann und Frau das Standesamt verlässt. Da dies jedoch häufig verboten ist, sind erlaubte und auch angenehmere Varianten für das Brautpaar Luftblasen oder Wedding Wands. Das sorgt nicht nur für eine tolle Stimmung, sondern auch für wunderschöne Fotos.
  • Eine besondere Location: Auch die Location kann die Hochzeit etwas persönlicher werden lassen. Dabei gibt es entweder die Möglichkeit sich ein besonders schönes Standesamt auszusuchen oder an sogenannten Außenstellen des Standesamtes zu heiraten. Solche Außenstellen können zum Beispiel Schlösser, Leuchttürme oder alte Burgen sein. Informiert Euch dafür einfach bei Eurem Standesamt.
  • Trauzeugen: Trauzeug*innen sind seit 1998 nicht mehr Pflicht, dennoch entscheiden sich viele Paare Trauzeug*innen für ihre Hochzeit zu benennen. Sie sollen der Tradition nach die Eheschließung zwischen der Braut und dem Bräutigam bezeugen.
  • Blumenkinder: Man kennt es klassisch aus der Kirche, aber auch im Standesamt sind Blumenkinder schön. Informiert Euch jedoch vorher bei Eurem Standesamt, ob der Brauch erlaubt ist.
  • Trausprüche: Was gibt es Persönlicheres als selbst ausgewählte bzw. geschriebene Trausprüche. Eine wunderschöne Option auch der standesamtlichen Trauung mehr Persönlichkeit zu verleihen und dem*der Partner*in vor den Gästen seine Liebe zu gestehen.
  • Ein Sektempfang: Mit einem kleinen Sektempfang vor dem Standesamt kann die Trauung wundervoll ausklingen und Ihr müsst Euch auch keine Sorgen machen, dass Eure Gäste verdursten.
  • Ein Oldtimer für das Paar: Für alle Oldtimer-Liebhaber ist die Hochzeit definitiv ein perfekter Anlass, um sich einen schönen Oldtimer zu mieten und so stilvoll das Standesamt zu verlassen. Das macht nicht nur Spaß und zeugt von Stil, sondern ist auch ein wunderschönes Fotomotiv.

Wir hoffen, unsere Tipps konnten Euch helfen und wünschen Euch eine großartige standesamtliche Hochzeit.

Titelbild: Honeymoon Pictures ©