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FormalitÀten und Rechtliches zur Hochzeit

Magdalena Struck
Von Magdalena Struck · 5 Min LesezeitVeröffentlicht am · aktualisiert am
FormalitÀten und Rechtliches zur Hochzeit

Mit Eurer Heirat und der offiziellen Eheschließung im Standesamt sind einige FormalitĂ€ten und auch rechtliche Angelegenheiten verbunden, die Ihr beachten mĂŒsst. Beispielsweise solltet Ihr Euch ĂŒberlegen, ob Ihr einen Ehevertrag aufsetzen möchtet, wie die kĂŒnftige NamensfĂŒhrung aussieht und wie die Finanzen nach der Hochzeit geregelt werden sollen. Wir geben Euch einen Überblick ĂŒber diese sehr wichtigen Themen, sodass Ihr bestens fĂŒr alle formellen Angelegenheiten gewappnet seid!

FormalitÀten zur Hochzeit im Standesamt

Die standesamtliche Trauung ist oftmals mit mehreren BehördengÀngen verbunden, da Ihr verschiedene Unterlagen wie Meldebescheinigungen und Abschriften aus dem Geburtsregister (Geburtsurkunde) benötigt. Je nach Familienstand, also wenn Ihr bereits geschieden oder verwitwet seid, braucht Ihr weitere beglaubigte Dokumente, die das belegen. Also eine Scheidungsurkunde oder eine Sterbeurkunde des verstorbenen Ehepartners.

Bei einer Eheschließung im Ausland oder wenn ein Partner eine andere Staatsangehörigkeit innehat, mĂŒsst Ihr weitere Vorkehrungen treffen und benötigt zusĂ€tzliche Unterlagen, beispielsweise ein EhefĂ€higkeitszeugnis. Dieses und weitere Dokumente solltet Ihr schon zur Anmeldung, circa 6 Monate vor der eigentlichen Trauung im Standesamt, der Standesbeamt*in vorlegen.

Brautpaar hat im Standesamt alle FormalitÀten geklÀrt
© Vasil Bituni

Außerdem solltet Ihr Euch bis zu diesem Termin ĂŒberlegen, wie Euer Ehename lauten soll. Ob einer von Euch den Nachnamen des anderen annimmt, beide Ihren Nachnamen behalten oder einer von Euch einen Doppelnamen tragen wird. Laut dem deutschen Namensrecht darf ein Kind aber keinen Doppelnamen annehmen, sondern nur einen alleinstehenden Familiennamen.

Die NamensĂ€nderung ist ebenfalls mit einigen BehördengĂ€ngen und formellen Angelegenheiten verbunden, da anschließend der Personalausweis, Reisepass und weitere Dokumente neu ausgestellt werden mĂŒssen.

Mit der Eheschließung beim Standesamt könnt Ihr dann Eure Heiratsurkunde erhalten, die Eure Ehe offiziell durch den/die Standesbeamt*in bestĂ€tigt und sie rechtsgĂŒltig macht.

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Rechte und Pflichten zur Hochzeit und in der Ehe

Zur Hochzeit steht bei vielen die Frage im Raum, ob Anspruch auf Sonderurlaub besteht - sowohl fĂŒr das Brautpaar als auch fĂŒr die GĂ€ste. Die Hochzeit gehört mit zu den hĂ€ufigsten GrĂŒnden fĂŒr einen Sonderurlaub - es gibt allerdings keine klare gesetzliche Regelung, die besagt, dass der Sonderurlaub von dem Arbeitgeber genehmigt werden muss. Genauere Infos erhaltet Ihr unter dem Link weiter unten!

Die Rechte und Pflichten der Eheleute sind im BĂŒrgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgelegt. Auch wenn heutzutage leider viele Ehen geschieden werden, heißt es im BGB heute noch, dass der Bund der Ehe fĂŒrs Leben eingegangen wird und die Ehegatten fĂŒreinander verantwortlich sind. Das bedeutet unter anderem, dass Ihr als Ehepartner die Pflicht der FĂŒrsorge und des Beistands gegenĂŒber dem anderen erfĂŒllen mĂŒsst.

Außerdem setzt eine Ehe unter anderem voraus, dass Ihr einen gemeinsamen Wohnsitz habt und dort zusammenlebt. Solltet Ihr getrennt leben ohne einen besonderen Grund, kann Euch eine Scheinehe vorgeworfen werden.

SelbstverstÀndlich hat eine Ehe auch steuerliche Folgen und Vorteile und noch weitere Rechtsfolgen, die Ihr zu beachten habt.

FĂŒr gleichgeschlechtliche Paare gelten die gleichen Rechte und FormalitĂ€ten
© Vasil Bituni
INFO
Seit dem 01. Oktober 2017 gilt die Eheschließung im Standesamt auch fĂŒr gleichgeschlechtliche Paare. Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist seitdem abgeschafft. Derzeitige Lebenspartner können auf einen Antrag hin ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen.

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Der Ehevertrag

Ehepaare, die keinen Ehevertrag aufgesetzt haben, leben in einer sogenannten Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass Vermögen und Einnahmen getrennt voneinander verwaltet werden. Ein hohes Vermögen oder aber Schulden bleiben die des einzelnen Partners und werden mit der Eheschließung nicht von dem anderen automatisch mit ĂŒbernommen.

Im Falle einer Scheidung werden die finanziellen Belange gerecht geregelt, darunter der sogenannte Zugewinnausgleich, die UnterhaltsansprĂŒche und der Versorgungsausgleich.

In einem Ehevertrag könnt Ihr folgende FormalitÀten festhalten und individuell klÀren, wie die Regelungen dann bei einer Scheidung aussehen sollen:

  • GĂŒterstand
  • Versorgungsausgleich
  • Nachehelicher Unterhalt

Der Vertrag muss nicht unbedingt vor der Hochzeit geschlossen werden, sondern kann auch noch wÀhrend der Ehe aufgesetzt werden. Der Ehevertrag muss allerdings von einem Notar oder Rechtsanwalt beglaubigt werden, damit er rechtskrÀftig ist.

Die gemeinsamen Finanzen

Die gemeinsamen Finanzen sind, wie oben beim Ehevertrag schon deutlich wurde, eine wichtige Angelegenheit. Immerhin Ă€ndern sich diese unter anderem dadurch, dass Ihr nach Eurer Hochzeit eine andere Steuerklasse habt und Ihr einiges sparen könnt. Überlegt Euch, ob Ihr ein zusĂ€tzliches Gemeinschaftskonto eröffnen möchtet und welche Art von Konto (Und-Konto oder Oder-Konto) Ihr dafĂŒr wĂ€hlt.

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Titelbild: © Honeymoon Pictures

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