Ein Gedicht für die Hochzeitskerze

. 2 minuten Lesedauer

Für die meisten Brautpaare gehört eine Hochzeitskerze zur kirchlichen Trauung dazu. Diese wird meist mit einer kurzen Lesung, einem Spruch oder Gedicht, vorgestellt.

Die Lesung kann entweder Euer Geistlicher übernehmen oder Ihr benennt einen Freund oder Verwandten den von Euch ausgewählten Text vorzutragen. Die Auswahl der Gedichte zur Hochzeitskerze ist groß, doch gibt es einige Texte, die immer wieder gern gewählt werden:

Die Hochzeitskerze spricht​

Lasst an Eurem Hochzeitstag eine Kerze brennen.

Sie ist ein leuchtendes Symbol.

Sie soll Euch noch nach Jahren an das

erinnern, was Ihr versprochen habt!

Die Hochzeitskerze flüstert Euch dies ins Ohr:

Ich habe es gesehen, meine kleine Flamme war dabei

als ihr die Hände ineinander gelegt und Euer Herz

verschenkt habt. Ich bin mehr als bloß eine Kerze.

Ich bin ein stummer Zeuge im Haus eurer Liebe

Und wohne weiter bei euch.

An Tagen, da die Sonne scheint,

braucht ihr mich nicht anzuzünden.

Aber wenn Ihr vor Freude außer Euch seid,

wenn ein Kind unterwegs ist

oder ein anderer schöner Stern

am Horizont Eures Lebens erscheint,

dann zündet mich an.

Zündet mich an, wenn es dunkel wird,

wenn in euer Leben Sturm einbricht.

Wenn der erste Streit da ist, wenn ihr lautlos

unter etwas leidet, dann zündet mich an.

Zündet mich an, wenn der erste Schritt

getan werden muss, aber ihr wisst nicht wie,

wenn eine Aussprache notwendig wird, aber Ihr findet

keine Worte, wenn Ihr euch umarmen möchtet,

aber die Arme sind wie gelähmt, dann zündet mich an.

Mein kleines Licht ist für euch ein deutliches Zeichen.

Es spricht seine eigene Sprache, die jeder versteht.

Ich bin eure Hochzeitskerze. Ich habe euch gern.

Lasst mich brennen, solange es nötig ist,

bis ihr mich dann gemeinsam,

Wange an Wange ausblasen könnt.

Dann sage ich dankbar: Bis zum nächsten Mal!​

(unbekannt)​

Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze:

"Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden."
"Oh nein, nur das nicht", erschrak die Kerze.
"Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt. Und niemand mehr wird meine Schönheit bewundern."
Das Zündholz fragte: "Aber willst du denn ein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne zuvor geliebt zu haben?"
"Aber Brennen tut weh und zehrt an meinen Kräften", flüsterte die Kerze unsicher.
"Es ist wahr", entgegnete das Zündholz, "aber das ist doch das Geheimnis der Berufung: Du und ich sind berufen, Licht zu sein. Was ich als Zündholz tun kann, ist wenig.

Zünde ich dich aber nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dafür da, Feuer zu entfachen. Du bist eine Kerze. Du bist da, um zu leuchten und Wärme zu schenken. Alles was du an Schmerz, Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht. Du gehst nicht verloren, wenn du dich hingibst, dich verzehrst. Andere werden dein Feuer weitergeben. Nur wenn du dich versagst, wirst du sterben..."
Da sprach die Kerze: "Ich bitte dich, zünde mich an!"

(unbekannt)​

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Ein Gedicht für die Hochzeitskerze
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