Die Tradition des Brautschleiers

. 1 minute Lesedauer

Manche Braut fragt sich vor ihrer Hochzeit, warum sie  einen Brautschleier tragen sollte, wo es doch so tollen, anderen  Kopfschmuck gibt. Dennoch hat der Schleier an Aktualität für viele Frauen nicht verloren. So kann jede Braut an diesem besonderen Tag mystisch und wunderschön ihrem Bräutigam gegenübertreten.

Bereits im 4. Jahrhundert wurde der Schleier erstmalig von einer  Braut in der christlichen Religion getragen. Er symbolisierte die  Keuschheit und die Reinheit der Braut. Zuvor trug die Frau die langen  Haare offen, was auch ein Zeichen der Unschuld darstellen sollte.

Wie die Braut verhüllt wurde, ist unterschiedlich. So war es in  einigen Gegenden üblich, dass der Brautvater seine Tochter  verschleierte. In anderen Regionen wiederum setzte sich die Braut den  Schleier selbst auf. Eine Freundin durfte den Haarschmuck nicht  aufsetzten, denn der Aberglaube besagte, dass sie damit den Bräutigam  verführen wolle.

Traditioneller Kopfschmuck auf der Hochzeit

Traditionell lüftet der Bräutigam den Brautschleier nach dem Ja-Wort  und vor dem Kuss. In anderen Kulturen hingegen wird die Enthüllung zuvor  vollzogen. Damit niemand eine “falsche Braut” untergeschoben bekommt.

Abgenommen wird der Brautschleier jedoch erst um Mitternacht. Die  Braut ist nun kein Mädchen mehr, sondern eine Ehefrau. Früher wurde ihr  dann stattdessen eine Haube aufgesetzt. Heute ist er aber in erster  Linie dazu da, um das Erscheinungsbild zu vervollständigen.

Der Kopfschmuck dient nicht mehr vornehmlich der Symbolik, sondern  setzt eher auf Dramatik und Optik, damit die Braut einer Prinzessin  gleichkommt. Der Schleier wurde oft als altmodisch und kitschig  verschrien, ist aber von der klassischen Hochzeit nicht wegzudenken.  Optisch gibt es kaum ein Symbol, welches enger mit dem Thema Heiraten  verbunden ist.


Die Tradition des Brautschleiers
Help us and share with love