Hochzeitstorten selbst gemacht - Expertentipps von Bettina Schliephake-Burchardt

. 3 minuten Lesedauer

Wer seine Hochzeitstorte selbst backen und gestalten  möchte, wird bald auf das Buch von Bettina Schliephake-Burchardt  aufmerksam werden. Die Konditorin gibt Anfängern und Fortgeschrittenen  in ihrem Buch „Motivtorten Basics“ viele hilfreiche Tipps sowie ganze  Anleitungen für wunderschöne Motivtorten.

Für alle, die sich von der Expertin persönlich ihre Tricks zeigen lassen  möchten, bietet Frau Schliephake-Burchardt in ihrer Werkstatt in  Hamburg Kurse an, in denen die Grundtechniken gezeigt werden. Hier  finden Sie mehr Informationen dazu: www.sugardreams.de/kurse

Wir haben die Gelegenheit genutzt und Bettina Schliephake-Burchardt  10 Fragen gestellt und dabei hilfreiche Hinweise und Profitipps für  Einsteiger erhalten, die sich an selbst kreierten Hochzeitstorten  versuchen möchten:

Interview mit Bettina Schliephake-Burchardt

1. Wie sind Sie zum Tortenhandwerk gekommen?

Zum Tortendekorieren bin ich durch meine englische Freundin gekommen.  Diese hatte geheiratet und ich, als ausgebildete Konditorin, war für  die Hochzeitstorte verantwortlich. Sie brachte mir dann Bücher aus  England mit und ich war sofort begeistert von dieser Art. Damals, 1993,  gab es solche Bücher, Techniken etc. noch nicht in Deutschland.

2. Sind Sie gelernte Konditorin oder Autodidakt?

Ich habe klassisch Konditorin gelernt, aber habe dann 1993 gleich beschlossen, mich mit Tortendekoration selbständig zu machen.

3. Welche Art von Torten machen Sie am liebsten? (traditionell, modern, ausgefallen) Was genau gefällt Ihnen daran besonders?

Auf einen bestimmten Stil mag ich mich nicht festlegen. Wichtig ist  mir eher die Individuellität und die hohe Handwerkskunst. Jeder Kunde  soll das Design bekommen, was 100% zu ihm passt und das kann sowohl  klassisch wie poppig, ausgefallen oder modern sein. Das Besondere ist  dabei, dass wirklich jede Torte einmalig und handgearbeitet ist. Es ist  keine Routine, sondern man stellt sich immer wieder neuen  Herausforderungen.

4. Was sind Ihre Inspirationen?

Alles! Die Idee kann von einer Postkarte kommen, einer Melodie, aber  auch Tortendesign von meinen Kollegen. Weltweit gibt es so super Ideen  und man kann sich dann immer wieder Teile eines Designs nehmen und  weiter entwickeln.

5. Was raten Sie Anfängern?

Als Anfänger sollte man sich erstmal mit den ganzen Materialien  vertraut machen. Wenn man erst ein paar Tage vor dem großen Tag anfängt  und z.B. das erste mal in seinem Leben Blumen modellieren will, wird es  wirklich schwierig gute Ergebnisse zu erlangen. Also rechtzeitig  Probetorten backen, die Dekoration üben und dann am Tag auch genug Zeit  einplanen.

6. Sollte man über Konditoren-Utensilien verfügen oder genügen handelsübliche Haushalts-Gebrauchsgegenstände?

Es kommt drauf an, was man gerne machen möchte. Figuren lassen sich  auch ohne “Profi-Geräte” modellieren. Zahnstocher, Schere, Küchenmesser  sind tolle Arbeitsgeräte. Das reicht, wenn so eine Torte eine einmalige  Angelegenheit ist. Bekommt man allerdings Spaß an dieser tollen Kunst,  ist es doch ratsam in einige Basis- Utensilien zu investieren. Das  Sortiment ist riesengroß, aber es ist nicht alles unbedingt notwendig.

7. Was sehen Sie als den am häufigsten begangenen Fehler an?

Am häufigsten wird der Fehler gemacht, sich nicht mit dem Material zu  beschäftigen. Rollfondant, Marzipan & Co. haben alle Eigenschaften  die man kennen muss, um sie entsprechend einsetzen zu können. Gerade  hier empfiehlt es sich, ein paar mehr Information einzuholen und genau  zu planen, was man wirklich möchte und was dann auch machbar ist.

8. Wie viel Zeit muss ein Semi-Anfänger einplanen, um eine Torte nach Ihrem Vorbild zu fertigen?

Das ist wirklich eine schwierige Frage. Aber ich würde einmal  schätzen, für eine 2-stöckige Torte, klassisch mit modellierten  Brautpaar und den handgemachten Rosen, so ca. 3-5 Tage. Das bezieht das  Backen mit ein, aber weniger als 3 Tage ist eigentlich nicht machbar.

9. Mit welchen Rohstoffen arbeiten Sie am liebsten und warum?

Mein liebster Rohstoff ist der Rollfondant in all seinen Varianten,  die zum Modellieren notwendig sind. Er lässt sich in alle Farben  einfärben und ist in unendlich vielen Varianten einsetzbar. Man kann mit  dieser Masse eigentlich alles machen: Figuren, Blumen, man kann es  anmalen, airbrushen, strukturieren, schneiden…. es gibt eigentlich  nichts, was nicht machbar wäre.

10. Welche neuen Trends sehen Sie bei Hochzeitstorten für dieses Jahr?

Der größte Trend, der sich seit ein paar Jahren schon zeigt,  ist die individuelle Torte, die genau auf das Brautpaar abgestimmt ist.  Daher werden dieses Jahr, wie auch bei der Tischdekoration, Papeterie  etc. die Farben Lila, Flieder,Rosa, Brombeertöne dominieren. Die  Kombination weiß/grün ist auch noch immer sehr gefragt.

Vom Design her sind die Torten noch immer sehr klassisch. Blumen  Dekorationen, mit individuellen Brautpaar Figuren kombiniert, sind sehr  gefragt. Aber auch Muster oder Schleifen werden immer häufiger bestellt.  Erlaubt ist, was gefällt!

Die Konditorin aus Hamburg gibt in ihrem Buch „Motivtorten Basics“  viele tolle Tipps und Anleitungen für leckere Tortenträume. Auch Kurse  können besucht werden.

Bettina Schliephake-Burchardt

Bettys Sugar Dreams GmbH | www.sugardreams.de


Hochzeitstorten selbst gemacht - Expertentipps von Bettina Schliephake-Burchardt
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