4 Tipps rund um den Brautschuh: Passform, Pflege und Umgestaltung

. 4 minuten Lesedauer

Der Hochzeitsschuh ist eine Anschaffung, in die meist nur einmal investiert wird. Damit die Füße den Hochzeitstag möglichst ohne große Blessuren überstehen und die Fußbekleidung noch nach der Hochzeit getragen werden kann, sollte auf die richtige Passform und Pflege der Brautschuhe geachtet werden. Der Schuh lässt sich zudem einfärben und so noch zu anderen Festivitäten oder im Alltag tragen.

1. Der komfortable Hochzeitsschuh: Die richtige Schuhgröße bestimmen

Beim Kauf des Hochzeitsschuhs ist nicht nur die Optik entscheidend. Die Schuhe sollten zudem zwischen der Trauung und dem Feiern auf der Tanzfläche Bequemlichkeit versprechen und die Füße nicht einengen. Neben der Absatzhöhe spielen für die Bequemlichkeit auch die Fußform, die Fußbreite sowie die Fußweite eine Rolle.

Vor dem Schuhkauf kann zunächst die eigene Fußform bestimmt werden. Obwohl die Fußformen individuell sehr unterschiedlich sein können, wird klassischerweise zwischen drei verschiedenen Hauptformen unterschieden. Diese leiten sich von den in der Antike gängigen Schönheitsidealen und Fußdarstellungen ab.

1. Die ägyptische Fußform:

Auf diese Form sind die meisten Schuhmodelle abgestimmt, da es sich dabei um die Gängigste handelt. Der zweite Zeh ist jeweils kürzer, als der große Zeh.

2. Die griechische Fußform:

Bei dieser Form ist der zweite Zeh länger, als der große Zeh. Somit ist von spitz zulaufenden Schuhformen eher abzusehen.

3. Die römische Fußform:

Diese Form zählt zu den Seltensten. Der zweite Zeh ist jeweils genau so groß, wie der große Zeh. Wenn der Fuß diese Form aufweist, ist unbedingt auf einen Brautschuh zu setzen, der den Zehen Platz lässt.

Für die richtige Größe des Schuhs sind neben der Fußform und der gängigen Bestimmung der Schuhgröße durch die Fußlänge, die meist als einziger Richtwert genutzt wird, die Fußweite und die Fußbreite entscheidend. Die eigene Passform kann vor dem Schuhkauf ganz einfach Zuhause mit einem Maßband bestimmt werden.

Fußbreite bestimmen:

Die Breite der Füße wird entlang der Ballenlinie auf der Fußsohle, die sich vomgroßen bis zum kleinen Zeh erstreckt, gemessen. Also an der breitesten Stelle desFußes.

Fußweite bestimmen:

Die Fußweite gibt an, wie viel Platz der Fuß in dem Schuh benötigt, um nicht eingeengt zu werden. Dafür wird der Umfang der Füße vermessen, indem das Maßband an der Ballenlinie einmal um den gesamten Fuß geführt wird. Die Schuhweite ist eine wichtige Angabe für den passenden Schuh.

Selbst, wenn die Schuhe bei der Anprobe zunächst etwas zu weit erscheinen, sollte nicht zwangsläufig eine kleinere Größe gewählt werden. Denn dann sei die Passform oft die falsche, da der Schuh insgesamt kürzer wird. Der Schuh sollte nach diesem WDR-Beitragimmer ein bisschen länger sein, als die eigene Fußlänge. Die Zehen haben bestenfalls vorne in dem Schuh immer noch eine Daumenbreite Platz.

Wer die Daten ermittelt hat, lässt sich am besten zusätzlich in einem Schuhfachgeschäftberaten. Mit diesen Angaben kann zudem ein ganz individueller Schuh nach Maß angefertigtwerden lassen, oder der Schuh online bestellt werden. Denn viele Onlineshops geben dieWeite der Modelle unter den Produktbeschreibungen an.

Dennoch sollte der Schuh nicht erst ein paar Tage vor der Hochzeit bestellt werden, da sich die Fabrikate – trotz der selben Größe – in ihrer Passform unterscheiden können. Da viele Hersteller unterschiedliche Leisten für die Konfektionsgrößen der jeweiligen Schuhmodelle haben.

Hinweis: Falls die passende Schuhweite nicht erhältlich ist, oder der Schuhunangenehm drückt, kann dieser geweitet werden. Gerade Lederschuhe geben leichtnach.

2. Der Brautschuh: Ein Erinnerungsstück, das lange erhalten bleiben soll

Die richtige Pflege für den Hochzeitschuh

Bräute investieren oft einige Scheine in die passenden Hochzeitsschuhe. Um diese zu anderen Festivitäten tragen zu können, als Erinnerungsstück zu erhalten oder möglicherweise zu „vererben“, sollten die Schuhe gepflegt werden.

Die Pflege ist abhängig von dem jeweiligen Material, denn jede Schuhoberfläche hat andere Ansprüche. Ob der Schuh aus Leder, Textilmaterialien oder einem synthetischen Material besteht,verraten bestimmte Piktogramme (siehe nebenstehende Abbildung).

Die Symbole in der zweiten Reihekennzeichnen echtes Leder, wobei das Symbol rechts außen für ein mit Kunststoff beschichtetes Leder steht.

Die Raute ist auf Schuhen aus synthetischen Materialien zu finden und das Raster (dritte Reihe/ rechts außen)kennzeichnet Textilmaterialien. Zu der Kennzeichnung des Materials sind die Hersteller seit 1995 verpflichtet.

Damit der Lederschuh am Hochzeitstag seinen Glanz behält und vor Wasserflecken oder Austrocknung geschützt ist, kann dieser mit einem Imprägnierspray und mit einer Ledermilch genährt und geschützt werden. Dieser Pflegeablauf sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, damit das Leder auch nach der Hochzeit lange geschmeidig bleibt.

Lacklederschuhe sind dagegen nicht mit einer Lederlotion, sondern mit einer speziellen Lackledercreme zu behandeln. Sonst können unschöne Schlieren entstehen.

3. Der Brautschuh: Ein einmaliges Schuherlebnis

Den Hochzeitsschuh umdekorieren

Falls der Schuh nicht in seiner ursprünglichen Form weiter getragen werden möchte, gibt es einige Möglichkeiten, den Brautschuh mit Farbe, Spangen oder Steinen zu dekorieren. Besonders schlichte Brautschuhe eignen sich zur Umgestaltung. Denn diese sind meist in hellen Farben gehalten, die eine helle und dunkle Färbung ermöglichen.

Mit Sprühfarben lassen sich die Schuhe entweder komplett oder nur in Teilen, zum Beispiel nur die Spitze des Schuhs, färben. Bevor das Spray zum Einsatz kommt, die Schuhe mit einem alkoholhaltigem Reiniger von Schmutz befreien.

Danach den Lederschuh mit einem speziellen Schleifpad behandeln. Um einzelne Schuhpartien mit der Farbe hervorzuheben, einfach die gewünschte Stelle mit Krepppapier abkleben und den Rest des Schuhs abdecken.

Dann die Farbe in Schichten aufsprühen. Solange bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist. Danach muss der Schuh trocknen. Zum Umfärben eignet sich aber auch Ledermalfarbe. Nach dem Reinigen kann diese mit einem Pinsel auf den Schuh aufgetragen werden.

Im feuchten Zustand lässt sich die Farbe an unerwünschten Stellen mit einem nassen Tuch entfernen. Da die Farbe wasserlöslich ist, sollte diese vor der Nutzung mindestens einen Tag trocknen.

Neben dem Einfärben kann der Schuh mit Strasssteinen, Nieten oder Stoffstücken eine neue Optik erhalten. Damit die Steine nicht nach dem ersten Tragen wieder abfallen, gibt es im Handel Schuhkleber. Zudem dienen eine Haarspange auf die Blüten, Schleifen oder Broschen geklebt werden, als Hingucker. Die Spange wird vorne am Schuhrand befestigt.

So erhält der Brautschuh auch ohne Einfärben schnell ein anderes Aussehen. Und wenn die Braut bereits am Hochzeitstag auf einen mit Strass besetzten Schuh setzen möchte, kann sie sich hier eine große Auswahl an verzierten, aber auch schlichten Hochzeitsschuhen ansehen.

Den Brautschuh verkaufen

Neben der Umgestaltung kann der Schuh auch weiter verkauft werden. Eine Möglichkeit ist es, den Schuh online zu verkaufen. Dafür wird dieser abfotografiert und mit dem Bild und einer Beschreibung zu Größe, Farbe und Optik inseriert. Es gibt spezielle Seiten, auf denen ausschließlich getragene Brautschuhe zu finden sind und eingestellt werden können.

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