Die Hochzeitsversicherung - sinnvoll oder nicht?

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Im Ausland wie zum  Beispiel Großbritanien ist dieses Modell schon länger bekannt,  hierzulande findet es zunehmend Interesse: die Absicherung der  Hochzeitsfeier durch eine Hochzeitsversicherung.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema und informieren Sie,  was so eine Versicherung abdeckt, wann sie sinnvoll sein kann, welche  Beträge auf Sie zukommen und wann sie im Ernstfall tatsächlich auch  einspringt.

Wozu gibt es eine Hochzeitsversicherung?

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie haben Ihre Traumhochzeit  monatelang geplant, mehrere Hundert Gäste eingeladen, eine wunderschöne  Torte bestellt, eine edle Location gebucht, den Caterer und Musiker  bestellt, Übernachtungen reserviert und Anreisen gebucht.

Kurz vor der Hochzeit geschieht ein unvorhergesehener Unglücksfall –  Sie müssen ins Krankenhaus oder Ihr Zukünftiger liegt mit einer schweren  Infektion im Bett – und die Feier muss ausfallen.

Nicht nur wegen der enttäuschten Vorfreude ist diese Vorstellung  ärgerlich und unerfreulich, meist bleiben Sie als Brautpaar auch auf dem  großen Teil der Kosten sitzen, obwohl gar keine Hochzeit stattgefunden  hat. Caterer und Locations verlangen im Allgemeinen (oft hohe)  Stornogebühren und Sie müssen erneut Geld ausgeben, um eine neue Feier  zu finanzieren.

Für solche Fälle ist die Hochzeitsversicherung vorgesehen. Abhängig  vom finanziellen Rahmen der Hochzeit zahlen Sie einen gewissen Betrag  und sind dafür (mit einer gewissen Selbstbeteiligung, meist etwa €250)  gegen die finanzielle Kosten nach solchen Unglücksfällen abgesichert.

Was deckt die Hochzeitsversicherung ab?

Versichert sind in den meisten Fällen Unglücksfälle wie Tod, Unfall  oder schwere Krankheit der Versicherten, darüber hinaus Unwetterschäden,  Insolvenz des Veranstalters, Beschädigung von Anzug oder Brautkleid und  Veruntreuung der Anzahlungen. Darüber hinaus gibt es gesondert von  dieser Versicherung die Veranstalter-Haftpflichtversicherung.

Wer und was ist versichert?

Neben dem Brautpaar selbst ist die engste Familie versichert –  Kinder, Eltern und Geschwister. Abgedeckt sind meist die Kosten für den  Weddingplaner, das Brautkleid, der Anzug, der Braut- und Blumenschmuck  sowie die Location.

Wann zahlt die Versicherung nicht?

Im Allgemeinen übernimmt die Versicherung die Kosten nicht, wenn die  Krankheit des Betroffenen schon bei Abschluss der Versicherung absehbar  war oder auch wenn sich das Brautpaar aus eigenem Entschluss dazu  entscheidet die Hochzeit abzusagen. Wenn die Braut kalte Füße bekommt,  wird die Versicherung die Kosten nicht tragen.

Wer bietet Hochzeitsversicherungen an?

Anfangs eher etwas belächelt und als skurril angesehen, hat sich die Hanse Merkur zu  einem der beiden wichtigsten Anbieter für Hochzeitsversicherungen in  Deutschland entwickelt. Darüber hinaus bietet die Siegemund  Versicherungsvermittlung in Kooperation mit Helvetia Versicherungen eine  ähnliche Versicherung an.

Da die Idee in Deutschland noch recht jung ist, ist der Markt derzeit  sehr überschaubar. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich die  Hochzeitsversicherung durchsetzen kann und weitere Anbieter dazu kommen.

Unser Fazit: Hochzeitsversicherung vor allem für sehr große und teure Hochzeiten

Die Idee der Hochzeitsversicherung ist vor allem für sehr große  Hochzeiten mit hohe Kosten sinnvoll, bei denen der finanzielle Verlust  ein hoher wäre. Kleinere Feiern im engeren Kreis lohnen die Ausgabe  dagegen wohl nicht, hält sich doch die Wahrscheinlichkeit einer solchen  Katastrophe in Grenzen.

Wie bei jeder Versicherung gilt auch hier, dass es im eigenen  Ermessen liegt, wie viel Sicherheit Sie sich wünschen. Im Zweifelsfall:  sicher ist sicher!


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