Traumhochzeit - Aber Wie? Laura und Richard erzählen

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SIE perfektionistische Planerin- träumt von einer familiären Hippiehochzeit im Garten

ER rationaler Minimalist- wünscht sich eine Hochzeit zu zweit an der Ostsee

Laura und Richard sind schon 10 Jahre zusammen als sie sich  entscheiden, Nägel mit Köpfen zu machen und endlich zu heiraten.  Eigentlich sollte man meinen, sie kennen sich lang genug, um ziemlich  genau zu wissen, wie ihre gemeinsame Hochzeit aussehen sollte:  Pustekuchen, falsch gedacht! Wie trotzdem am Ende beide glücklich waren  und wie sie ihre ganz persönliche Traumhochzeit logistisch und  finanziell auf die Beine gestellt haben!

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Trotz vorheriger Ankündigung und einem gut funktionierenden Buschfunk  ereilte auch uns die schmerzliche Erfahrung, nicht all unsere Liebsten  an diesem Tag dabeihaben zu können. Natürlich möchte man gern sofort mit  der Planung beginnen, sich um all die tollen Dinge, wie Blumen,  Tischdeko und Gastgeschenke kümmern. Priorität sollten aber auf jeden  Fall die Einladungen, im besten Fall sogar Save The Date Karten sein,  damit Ihr auch genau kalkulieren könnt und am Ende keine bösen  Überraschungen alles umwerfen.

Geplantes Budget: 5000€ und gerne weniger

Endgültiges Budget: 5900€

Auch wenn wir uns zu Beginn nicht ganz einig gewesen sind, waren  wir uns beide im Klaren darüber, unsere Hochzeit schlicht und im engsten  Kreise zu feiern. Kompromisse sind unabdingbar, schließlich sollen  beide mit der Traumhochzeit glücklich sein. Wir schrieben unabhängig  voneinander eine Wunschliste mit Dingen, die uns wichtig waren.

Nachdem wir diese abglichen, stellten wir fest, dass unsere  Vorstellungen eigentlich gar nicht so weit auseinander lagen und die  Planung konnte beginnen.

Wann habt ihr angefangen zu planen: Der Antrag kam  im Januar und die Hochzeit sollte an Midsommar im Juni stattfinden. Wenig Zeit! Zudem machten wir alles selbst: Wir feierten auf einem  großen Gehöft mit Bauernküche und Garten. Das hieß, dass wir einfach  jedes kleine Detail selbst planten:

Wie viele Flaschen Sekt benötigen wir, wo buchen wir unser Catering,  wo bringen wir eigentlich die Leute unter? Gibt es genug Teller und  Vasen in der Location? Wer backt welchen Kuchen? Die Planung hat viel  Spaß gemacht und am Ende lief alles super. Unsere Nerven lagen aber  zwischendurch blank und Dinge abgeben erleichtert ungemein.

Beschreibe Deine Hochzeit in 5 Worten: emotional, persönlich, ausgelassen, liebevoll, unperfekt

Wofür haben wir das meiste Geld ausgegeben: Die größten Beträge haben wir für das Catering und die Getränke ausgegeben.

Wobei haben wir am meisten gespart: Wir haben an vielen Ecken  und Enden gespart, Dinge selbst gemacht und Familie und Freunde  einbezogen. Um die Blumen kümmerte sich eine Tante, die Floristin ist,  Haare und Make-Up machten Freunde, die einen Salon besitzen, die Musik  kam von einem DJ-Kumpel, die Torte backten Freunde und auch die Fotos  machte ein talentierter Freund.

Schaut Euch um und überlegt, welche Talente in Eurem Umfeld  schlummern. Auch bei der Kleidung haben wir beide gespart- ein Blick in  größere Online-Shops lohnt sich und auch dort findet man zahlreiche,  schöne, weiße Kleider!

Was hat sich am meisten gelohnt: Freunde schenkten  uns zur Hochzeit einen Videographen, der uns am Ende eine traumhafte  Erinnerung schenkte. Auch unsere Sängerin war definitiv das Geld wert:  wir besprachen 5 persönliche Songs, die sie mit Gitarre akustisch  präsentierte. Das Highlight war dann unser Hochzeitstanz zu “Mit Dir”  von Freundeskreis, den sie live performte.

Was war es nicht wert: All die überflüssigen Gedanken über  minutiöses Zeitmanagement, zu viel Liebe in die Gastgeschenke stecken  (wir haben stundenlang bis in die Nacht gebastelt, um am Ende  festzustellen, dass Vieles gar nicht wahrgenommen wurde). Da wir uns  ansonsten mit unseren Ausgaben recht klein gehalten haben, war doch  jeder, gut durchdachte Cent es wert.

Was half uns bei der Planung: Sich Ideen holen, zum Beispiel bei Pinterest, war uns eine große Hilfe. Wir stellten uns ein Moodboard zusammen und schrieben Checklisten.

Mein bester Tipp an mein planendes Ich: RELAXEN und mehr Aufgaben abgeben!

Mein Lieblingsmoment der Hochzeit: Mein Mann und ich  hielten für uns gegenseitig Reden, auch unsere Schwestern und  Trauzeuginnen sowie unsere Eltern sprachen für uns. Es war eine sehr  emotionale, verzauberte Stimmung, es war ganz still und kaum ein Auge  blieb trocken. Dieser Moment war so intim und es war wunderschön, ihn  mit den liebsten Menschen zu teilen.

Was würden wir anders machen: Wir würden ein  Planungskomitee aus Freunden zusammenstellen, um nicht am Abend vor der  Hochzeit bis nachts um eins den Saal zu schmücken, den Haarkranz um  Mitternacht bei einer Freundin abzuholen und völlig erschöpft erst viel  zu spät die Aufregung zu spüren und die Vorfreude zu genießen.


Traumhochzeit - Aber Wie? Laura und Richard erzählen
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