Brautstrauß-Trends: Tipps vom Floristen

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Der Brautstrauß ist das i-Tüpfelchen des Brautstylings – und zeigt sich ungeahnt facettenreich: So sieht man neben der kompakten Form immer öfter den abfließenden Wasserfall, die Spindel oder gar den Blütenschirm als Brautstrauß.

Wir haben mit dem Experten und Floristen Sebastian Simon über die Trends der  Blumenwelt gesprochen und erfahren, was Braut beim Zusammenstellen der Blumensorten beachten sollte, um am Hochzeitstag mit einem individuellen Brautstrauß zu begeistern, der perfekt auf sie und ihr Brautkleid zugeschnitten ist.

Wo sehen Sie die Trends beim Brautstrauß 2011 / 2012?

Der Trend geht eindeutig zu experimentelleren Sträußen mit klassischen Elementen. So erlebt gerade der Blütenkranz eine Renaissance. Vor etwa 150 Jahren trug man ihn gemeinhin auf dem Kopf, heute nimmt man ihn in die Hand und rägt ihn wie eine Handtasche. Florale Taschen sind im übrigen auch ganz langsam auf dem Vormarsch.

Aber auch Brautsträuße, die sehr lang und abfließend sind, sind momentan sehr angesagt – diese Klassiker können passend zu fast jedem Brautstil gearbeitet werden.  Aber auch die eleganten Spindeln- oder Zepterformen sind recht beliebt.

Welche Blumenkombinationen können Sie empfehlen?

Das ist schwierig zu sagen, denn eigentlich sollten die Blumen immer zur Braut passen. Momentan finde ich frische Sommerblumen, Wiesenblumen und Wildkräuter sehr schön.Generell sollte die Blumenauswahl stets sehr sorgfältig sein.

Ein sehr natürliches Bild ergibt sich, wenn Blumen kombiniert werden, die in dieser Zusammenstellung auch in der Natur vorkommen: Zum Beispiel sind wilder Thymian, Kamille, Rosen, Jungfer im Grünen, Vicken und Gräßer eine schöne Kombination.  Oder auch Orchideen mit Kanivoren, Alocasien und auch Callas.  Orchideen mit Margeriten wirken dagegen unecht.

Im Trend: Der abfließende Brautstrauß

Bilder sagen gemeinhin mehr als tausend Worte. Können Sie den Brautstrauß bitte dennoch kurz beschreiben?

Der hier gezeigte Brautstrauß ist eine Kombination eines Schleppenstraußes mit einem Spindelstrauß. Aus feinem Peddigrohr habe ich ein Grundgerüst gefertigt und dann alle Büten mit Silberdraht hineingehangen.  Die Blüten sind weiße Orchideen und Alocasienblätter.

Typisch für diesen Brautstrauß ist, dass er keinen Stiel (Bindestelle) hat, sondern an einem Ring befestigt ist.  Die Braut trägt ihn locker am Finger. Ich verwende bei solchen Sträußen oft die Technik des Wattierens, da so eine Wasserversorgung der Blüten für mindestens 24 Stunden gewährleistet werden kann.

Tipps für den perfekten Brautstrauß

Worauf ist beim Brautstrauß-Kauf zu achten?

Eine Hochzeit ist eine perfekte Inszenierung – und sollte daher gut durchdacht sein. Im Vordergrund steht zumeist die Braut, die durch wunderschönen Brautschmuck zusätzlich betont wird. Der Brautstrauß – als besonderer Blickfang – sollte Braut und Hochzeitskleid stets gerecht werden, indem er sich harmonisch anpasst.

Es ist daher besonders wichtig, dass der Florist genau weiß, wie das Brautkleid aussieht und aus welchem Material es ist. Denn nicht jede Blüte passt zu jedem Stoff. Die Oberflächen verschiedener Materialien können sehr schnell miteinander konkurrieren.

Wenn eine Braut sich an mich wendet, bekommt sie ein maßgeschneidertes Konzept für einen Brautstrauß. Nur rote Rosen und weißes Schleierkraut allein sind noch lange kein perfekter Brautstrauß. Oft werden deshalb auch die Lieblingsblumen der Braut eingearbeitet oder saisonale Blüten ausgewählt.

Schließlich kommt es auch auf die Form des Brautstraußes an: Beliebt ist noch immer die bekannte kompakte, runde Form – und auch die abfließende Form. Aber es ist noch viel mehr möglich: Schirme, Muffs, Spindeln oder Schleppensträuße zaubern einen ganz individuellen Blickfang.Vielleicht interessiert Euch auch: Brautstrauß Trends 2015

Floristik: Sebastian Simon | www.simon-freischaffender-florist.biz
Fotos: Kai und Kristin Fotografie | www.kaiundkristin.de

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