Das Eheversprechen: Persönliche Worte mit Stil

Ihr wollt euer Ehegelöbnis selbst schreiben? Dann sollte ihr euch rechtzeitig darüber Gedanken machen, wie lang es werden soll, ob beide das Gleiche sagen und ob ihr an eurem großen Tag rein emotional überhaupt dazu in der Lage sein werdet. Wer Angst hat, vor anderen Menschen frei zu sprechen, sollte sich nicht für das selbst vorgetragene Gelöbnis entscheiden!

Inhalt des Artikels:
1. Was ist ein Ehegelöbnis?
2. Der Zeitpunkt für das Ehegelöbnis
3. Unterschiede zwischen evangelischem und katholischem Gelöbnis
4. Was soll ich sagen?
5. Tipps zum Verfassen des Versprechens

Was ist ein Ehegelöbnis?

Mit dem Ehegelöbnis sagst du deinem Partner (und gleichzeitig dem Pfarrer oder Standesbeamten sowie den Gästen), dass du ihn lieben wirst. Dass du ihn achtest, respektierst und dir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen kannst. Auf ernste oder humorvolle Art und Weise erklärst du die ewige Liebe zu deinem Partner und versprichst ihm, dass ihr gemeinsam durch dick und dünn gehen werdet. Solche Versprechen sind den meisten Menschen aus dem Fernsehen und aus großen Hollywood-Schmachtfetzen bekannt, in denen das Brautpaar an einem sonnigen Tag und nach schwerer Vergangenheit endlich vor dem Altar oder dem Standesbeamten steht. Wenn ihr ein Ehegelübde schreiben wollt, macht das die gesamte Hochzeit ein Stück weit persönlicher und ernsthafter. Ihr setzt nicht auf Standard-Varianten, sondern wollt ein Versprechen, das euch im besten Fall eure gesamte Ehe lang (und damit hoffentlich das ganze Leben lang) begleitet.

Der Zeitpunkt für das Ehegelöbnis

Traditionell wird das Gelübde für die Ehe direkt nach dem Jawort und vor dem Anstecken der Ringe gesprochen. Bei manchen Trauungen steht das Gelöbnis aber auch vor dem Jawort und damit vor der Frage, ob du den oder die hier Anwesende/n heiraten möchtest. Sprecht am besten mit dem Pfarrer oder dem Standesbeamten darüber, dass ihr ein persönliches Ehegelübde schreiben und vortragen wollt. Das Gespräch sucht ihr optimalerweise, bevor ihr euer Gelöbnis schreibt, denn in der Absprache kann ein Zeitfenster ausgemacht werden bzw. wird ein zeitlicher Rahmen gesetzt.

Übrigens gibt es einen zweiten Zeitpunkt, der für das Versprechen der Eheleute wichtig ist: Ihr könnt euer Ehegelöbnis erneuern, wenn ihr einen großen Jahrestag feiert. Warum nicht den 10. Hochzeitstag mit dem erneuten Versprechen, den anderen zu lieben und zu ehren ergänzen? Viele Ehepaare nutzen dafür auch den Tag der Silberhochzeit oder geben sich spätestens zur Goldenen Hochzeit noch einmal das Jawort – inklusive Hochzeitsversprechen!

Unterschiede zwischen evangelischem und katholischem Gelöbnis

Beim Ehegelöbnis ist es nicht so, dass ein Spruch für alle Gelegenheiten passt! Ihr müsst unterscheiden, ob ihr das Ehegelöbnis vor dem Standesamt vortragt oder ob es sich um eine kirchliche Hochzeit mit den dafür typischen Zeremonien handelt. Danach richtet sich, ob das Eheversprechen modern sein kann oder ob es eher traditionellen Werten folgen soll. Wer ein Ehegelöbnis lustig formuliert und dieses in der Form vor dem Pfarrer vorträgt, der strenger Katholik ist, wird sich damit nicht beliebt machen!

Das Eheversprechen nennt sich bei den Katholiken „Konsenserklärung“ und wird gegenseitig zugesprochen. Außerdem ist es eine Verpflichtung, denn ohne dieses Versprechen bzw. diese Erklärung darf die Ehe nicht geschlossen werden. Ihr dürft also nicht einfach „ja“ sagen! Meist spricht der Geistliche die Erklärung vor, die Eheleute sprechen diese in Abschnitten nach.

Bei den Evangelen hingegen setzt es sich erst nach und nach durch, dass das Versprechen überhaupt selbst gegeben wird, in der Regel stellt der Pfarrer die Traufrage, die mit „Ja, mit Gottes Hilfe“ beantwortet wird.

Was soll ich sagen?

Der Entschluss, das Versprechen für die Ehe selbst zu schreiben, ist schnell gefasst. Es ist auch viel romantischer, dieses Versprechen selbst zu verfassen, als feste Formulierungen des Pfarrers oder des Standesbeamten einfach nur zu bejahen! Allerdings stellt sich so mancher die Frage: Was soll ich bloß sagen?

Eine gute Möglichkeit sind Zitate, die aus der klassischen Literatur stammen und von weisen Dichtern und Denkern verfasst wurden. Ihr könnt euch auch eine Art Grundgerüst bauen und beide mit den gleichen Satzanfängen beginnen, die ihr nur noch auf den Partner zuschneiden müsst. Sagt euch gegenseitig, warum ihr euch liebt, was ihr am anderen schätzt und warum ihr der Partner fürs Leben seid. Wichtig: Solch ein Versprechen ist keine Promotion und darf auch ruhig schon einmal da gewesen sein. Wenn es also leichter fällt, lieber nur Dinge zu kopieren bzw. zu wiederholen: Kein Problem!


Folgende Tipps helfen beim Verfassen des Versprechens:

  • Klärt, wie lange ihr sprechen wollt.
  • Baut ein Gerüst und orientiert euch beide daran.
  • Schreibt einen Spickzettel.
  • Übt das Versprechen auswendig!
  • Haltet euch an Gepflogenheiten (kirchliche oder standesamtliche Trauung).
  • Fasst euch kurz!

    Das Versprechen, gemeinsam den weiteren Lebensweg zu beschreiten, gehört mit auf die To-do-Liste für die Hochzeitsvorbereitungen. Was noch bei der Planung wichtig ist, erfahrt ihr in unserem Magazin. Wenn ihr noch Hilfe bei der Dienstleister-Suche benötigt, dann helfen wir Euch gerne. Wir helfen euch bei der Umsetzung eurer Hochzeitsträume!