Brautstrauß: Das solltet Ihr über das Brautaccessoire wissen

Was wäre eine Hochzeit ohne Brautstrauß, der die Braut schmückt und schon so manchen Gast angesichts der Voraussage, bald selbst vor dem Altar zu stehen, überrascht hat? Stand dieses Hochzeitsaccessoire früher für Wohlstand, ist es heute ein Teil der Hochzeitsdeko. Wichtig: Der Brautstrauß muss zur Hochzeit passen!

Inhalt des Artikels:
1. Brautstrauß: Vom Werfen und Fangen
2. Das sagt der Brautstrauß aus
3. Brautstrauß kaufen: So viel kostet er
4. Brautsträuße in verschiedenen Formen und Farben
5. Brautsträuße konservieren: So trocknest du deinen Hochzeitsstrauß


Brautstrauß: Vom Werfen und Fangen

Brautsträuße sind kleine Orakel: Angeblich sagen sie, wer die nächste Braut wird. Daher kommt dem Werfen bzw. Fangen des Brautstraußes auch eine besondere Bedeutung zu und dieser spezielle Teil der Hochzeitsfeier wird vor allem von den weiblichen Gästen geschätzt. Inzwischen ist es zwar so, dass auch der Bräutigam den männlichen Gästen etwas zuwerfen und sich als Weissager versuchen kann, doch traditionell ist es die Braut, die im Laufe der Feier oder zur Verabschiedung den Strauß in die Menge wirft. Dafür stellt sie sich mit dem Rücken zu den Gästen und wirft die Blumen über ihre Schulter. Wichtig: Nicht alle Gäste stellen sich auf, sondern nur die ledigen Damen dürfen sich hier einreihen.

Das sagt der Brautstrauß aus

Heute sind Brautsträuße vor allem ein Teil der Blumendeko zur Hochzeit und gehören für die meisten Bräute einfach dazu. Einst hatten sie allerdings eine andere Bedeutung: Ursprünglich wurden duftende Blumen und verschiedene Kräuter zu einem Strauß gebunden. Die Kräuter sollten Unheil von dem jungen Paar fernhalten, die duftenden Blüten den nicht immer angenehmen Geruch der Menschen übertünchen. Die vor Jahrhunderten mangelnde Hygiene machte auch vor Brautpaaren nicht Halt! Später dann wurden Brautsträuße zu Symbolen für Reichtum und sie wurden immer opulenter und umfassender. Diese Funktion haben sie inzwischen verloren und es geht längst nicht mehr darum, wer den größten oder schönsten Strauß hat. Erlaubt ist, was gefällt und es wird dem Strauß außer der Voraussage für die nächste Hochzeit keine spezielle Aussage mehr zugeschrieben.

Brautstrauß kaufen: So viel kostet er

Wie teuer der Hochzeitsstrauß im Einzelnen ist, hängt von den gewählten Blumen und von der Form der Bindung ab. Wenn du dich für einen eher kleinen Strauß mit Blumen der Saison entscheidest, zahlst du natürlich weniger als für eine große Variante mit Blüten, die normalerweise jetzt nicht zu bekommen sind. Du kannst demnach direkt Einfluss auf die Kosten für die Hochzeitsblumen nehmen. Am teuersten dürften wohl die als Kugel gebundenen Sträuße sein, die ein Thema des Brautkleides aufgreifen und z. B. mit Perlen verziert sind. Große Varianten mit bis zu 100 Blüten können leicht rund 120 Euro kosten, teilweise sogar noch mehr. Kleine, zarte Sträuße, die zu glatten und wenig schwingenden Kleidern sehr gut passen, sind natürlich günstiger und ab ca. 50 Euro zu bekommen. Setzt du auf einen Zweitstrauß, weil du den eigentlichen Strauß nicht werfen möchtest, musst du natürlich den doppelten Betrag annehmen.

Brautsträuße in verschiedenen Formen und Farben

Ebenso verschieden, wie die Blumen zur Hochzeit selbst sind, können Brautsträuße sein. Folgende Formen sind besonders beliebt:

- Armstrauß -

Dieser wird im Arm getragen und besteht aus wenigen Blüten mit langen Stielen. Gern werden Callas dafür verwendet.

- Biedermeier -

Der Klassiker unter den Brautsträußen ist kugelig und die Stiele der Blumen sind kurz geschnitten. Heute wird diese Variante gern etwas lockerer gebunden.

- Pomander -

Einfach außergewöhnlich: Pomander sind meist aus einer einzigen Blumensorte hergestellt und werden als Kugel am Handgelenk getragen. Sie können als Blumenschmuck zum Hochzeitstag verwendet werden und zieren auch Tische oder Stühle.

- Wasserfall -

Die Blüten sind fließend gebunden und bilden Ranken. Der Strauß umspielt das Kleid. Der Wasserfallstrauß ist ähnlich wie der Tropfenstrauß gebunden, verläuft lediglich etwas weniger spitz als dieser.

- Zepter -

Die Blüten sind als Strauß angeordnet, ihre Stiele aber sehr lang. Rosen oder Callas werden an den Stielen umwickelt, damit sich das Zepter besser halten lässt.

- Herz -

Das Herz gehört zu den besonderen Formen und beispielsweise als Brautstrauß in der Kirche sehr gut geeignet. Es gibt übrigens sogar Brautsträuße, die als Fächer gebunden werden!

Farblich eignen sich der Boho Style (Ranunkeln in Rosa, Lisianthus in Weiß, Steppenschleier in Blau), Boho (Löwenmäulchen in Weiß, Pfingstrose, Passionsfrucht, Artischocke und sogar Dill – hier sind alle Farben vertreten), Greenery (Blüten mit weiß-grünem Schimmer) und Hippie (lockere Blüten in allen hellen Farben) derzeit besonders angesagt.

Brautsträuße konservieren: So trocknest du deinen Hochzeitsstrauß

Ob du den Brautstrauß beim Standesamt dabei hattest oder ob der Braustrauß die freie Trauung begleitet hat: Nach den Feierlichkeiten willst du dich vielleicht nicht davon trennen. Eine Lösung: Trockne ihn doch einfach! Dazu gehst du wie folgt vor:

  1. Stelle den Strauß zu Hause auf keinen Fall wieder ins Wasser!
  2. Tupfe die Blütenstiele vorsichtig trocken, vor allem die Enden. Das zieht einen Teil des Wassers bereits heraus.
  3. Hänge den Strauß auf (mit den Blüten nach unten).
  4. Lüfte den Raum regelmäßig, in dem der Strauß trocknet.
  5. Konserviere die Blüten nach vollständiger Trocknung mit etwas Haarspray.

Nutze zum Trocknen einen nicht zu warmen, trockenen und dunklen Raum. Dass die Blüten nach unten hängen, hat einen Grund: Damit erhältst du die Farbe bestmöglich.


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