Wie gelingt die Sommerhochzeit?

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„Keine Lust auf das Ja-Wort im Novemberregen!“, „Kein Interesse an einer Hochzeitsfeier im Schneegestöber!“ – so oder so ähnlich lauten die Begründungen, die Paare für eine Sommerhochzeit vorbringen. Doch wie jede andere Jahreszeit hat auch die heißeste im Jahr nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile, die bei der Planung berücksichtigt werden wollen. Dieser Artikel enthält Tipps und Tricks wie Eure Sommerhochzeit gelingt und was Ihr vermeiden solltet.

Schlau Planen und Ärger vermeiden

Vor einer Hochzeit gibt es eine ganze Menge an Klärungsbedarf. Es müssen vorab einige Fragen geklärt werden, so zum Beispiel: Feiert man in einem Restaurant und ist die Essensfrage daher geklärt? Hat man nur eine Räumlichkeit zur Verfügung und muss das Essen extra planen? Welches Budget plant man für alle Einzelheiten ein? Je nachdem kann die Bandbreite der Möglichkeiten schon kleiner werden. Auf jeden Fall macht es Sinn, alle abgeschlossenen Verträge mit Caterern und Co in einen Ordner zu packen, um jederzeit eine Übersicht über sie zu haben. Denn die Kosten können unbewusst schnell ausufern und Frust und Sorge die Freude über den schönen Anlass verderben.

Die richtige Location wählen

Die Schwierigkeiten beginnen schon bei der Auswahl des Ortes. Früher hatte man gar nicht die Möglichkeit groß zu variieren. Heute hingegen steht einem – je nach Geldbeutel – praktisch der ganze Globus zu Verfügung. Manche Brautpaare heiraten gar am Sandstrand auf den Malediven, um im Hintergrund das azurblaue Meer zu haben. Eine Reise und die Organisation einer Hochzeit auf den Malediven sind allerdings nicht gerade günstig und können Euren finanziellen Rahmen innerhalb kürzester Zeit sprengen.

Von daher macht es durchaus Sinn, sich auch andere Locations anzuschauen, wenn es einen in die Ferne zieht. Warum zum Beispiel nicht am Mittelmeer heiraten? Trotz vieler gegensätzlicher Berichte von Freunden und aus den Medien fliegt Kroatien noch immer unter dem Radar, was das angeht. Dabei kann man dort durchaus rauschende Feste feiern und sehr guten Wein trinken.

Aber es muss ja nicht immer so weit weg sein. Immer beliebter wird es mal etwas Anderes auszuprobieren, statt wie früher einfach auf einem Gasthof zu heiraten. Zum Beispiel die Hochzeit auf einem Weingut. Die Vorstellung zwischen Reben und Weinbergen zu heiraten und den ein oder anderen edlen Tropfen genießen zu können, reizt viele Paare. Außerdem braucht man, je nach Lage des Gutes, keine Angst vor Beschwerden wegen Ruhestörung haben zu müssen. Falls Ihr keine große Lust habt den Trends zu folgen, könnt Ihr einfach heimlich heiraten. Und erst später, separat und zur gewünschten Zeit eine einfache Feier abzuhalten.

Wer es weniger geheimniskrämerisch mag, den zieht es vielleicht mit der Hochzeitsgesellschaft an den See. Genau wie an den anderen Locations, ist dort ein sehr schönes Hochzeitsshooting möglich. Je nach Vereinbarung kann es von dort aus ganz entspannt zur Kirche und dann zum Gasthof gehen, wo ausgiebig gespeist, erinnert, und gelacht werden kann.

Auf jeden Fall sollte die Location mit Bedacht ausgewählt werden. Denn im Optimalfall wählen die zukünftige Frau und der Mann nur ein einziges Mal.

Die richtigen Outfits für die Sommerhochzeit

Ob Braut, Bräutigam oder Hochzeitsgast – ein wirklich gelungenes Outfit für die Hochzeit ist nicht nur ein echter Blickfang, sondern ein Reinfall auch wirklich peinlich. Je nach Hochzeit gibt es schon einige Vorgaben, die das Paar bei der Einladung macht und nach der es sich natürlich dann auch kleidet.

Unabhängig von der Kleiderordnung, die Paare angeben, sollten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer daran denken, dass der Klimawandel durchaus auch auf die sommerlichen Temperaturen Auswirkungen hat und sie noch weiter nach oben jagt.

Neben den Klassikern Black Tie, White Tie, Cocktail und Casual gibt es mittlerweile je nach Geschmack auch noch ganz andere ausgefallene Varianten. So gibt es immer häufiger Hochzeiten im Rockabilly-Stil, die noch einmal eine ganz andere Kleiderwahl voraussetzen als die bisher genannten Varianten. Ganz egal welcher Dresscode von Braut und Bräutigam angeordnet wird, haltet Euch auch als Gäste daran!

Für Frauen ist die Farbe Weiß an diesem Tag tabu, denn sie wird nur von der Braut getragen. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Brautkleider, die zwar nicht direkt blütenweiß, aber beispielsweise champagnerfarben sind. Daher solltet Ihr auch auf diese Farbe verzichten. Das Gegenteil Schwarz sollte übrigens auch nicht nur Verwendung kommen, schließlich ist dies keine Beerdigung.

Allgemein gesprochen ist es sicherlich empfehlenswert dezentere Farben zu tragen und die Braut so betont in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade auf Hochzeiten kommt es garantiert schlecht mit einem auffälligen Outfit auftrumpfen zu wollen.

Auf jeden Fall ist ein knielanges Kleid eine gute Wahl, das nach Möglichkeit relativ leicht sein sollte – schließlich können es schon mal 30 Grad Celsius draußen werden und Hochzeitstage sind doch in der Regel relativ lang.Für die Herren der Schöpfung sind die Regeln etwas einfacher. Unterhemden sollte man auf jeden Fall vermeiden – denn wie schon gesagt, reichen die Temperaturen auf jeden Fall aus. Ein weißes Hemd geht immer, wirkt allerdings etwas altbacken. Ein helles Blau ist besser geeignet. Dazu eine leicht gemusterte Krawatte und ein hübscher, dunkelblauer oder anthrazitfarbener Anzug sind eine gute Wahl!

Kleiner Tipp: Falls das Hemd gemustert ist, solltet Ihr auf solche Muster in der Krawatte verzichten und umgekehrt. Zu viel Muster lässt Euch eher aussehen wie eine Tapete, als elegant. Absolutes No-Go sind zudem kurze Hosen. Ihr seid auf einer Hochzeit und nicht am Strand!

Übrigens sollte der Gürtel der Anzughose farblich zu den Schuhen – die vorzugsweise blau, braun oder schwarz sind –  passen.

Es kann übrigens nie schaden, für den Fall der Fälle einen Regenschirm und eine Regenjacke mitzunehmen. Schließlich investiert man ja auch nicht eben wenig Geld in das eigene Hochzeitsoutfit. Vorher noch weitere Informationen zu sammeln, ist auf jeden Fall eine gute Idee. Man kann schließlich nie zu gut vorbereitet sein!

Die richtigen Ideen

Obwohl weder alle Brautpaare noch alle Gäste Fans von Spielen sind, gehören einige ritualisierte Teile doch zur Hochzeit dazu – wie die Braut zum Bräutigam. Und auch, wenn Mann oder Frau Spiele noch so hassen mag, gibt es dennoch einige, die wirklich unterhaltsam und lustig sind.

Ein Klassiker ist die Entführung der Braut und lohnt sich allein schon wegen der entgleisenden Gesichtszüge des Bräutigams. Dabei bringt die Entführer-Truppe die Braut in eine Kneipe oder Bar in der Nähe – alternativ können auch mehrere Runden in verschiedenen Gaststätten absolviert werden. Allerdings sollte man die Braut dabei nicht zu betrunken machen, schließlich soll sie ihren Ehrentag bewusst erleben!

Der Bräutigam muss rechtzeitig von der Sache Wind bekommen, damit er sich auf die Suche nach seiner Braut machen kann. Denn ab einer gewissen Länge ist die Angelegenheit nicht mehr komisch, sondern nervt nur noch –  besonders wenn das Spiel vor dem Essen stattfindet.Bei der Hochzeitszeitung ist es ähnlich – entweder wird sie sehr gelungen oder ein völliger Reinfall. Doch sollten Brautjungfer und Trauzeuge sich genügend Zeit nehmen rhetorisch begabte Schreiberlinge unter den Gästen ausfindig machen und entsprechende Arbeit in die Zeitung, Fotos und das Layout investieren, kann so eine Hochzeitszeitung eine Erinnerung für das ganze Leben werden! Es empfiehlt sich hier auf eine klare und sinnvolle Gliederung zu setzen. Auch ein Best-of der schönsten Erinnerungen des Paares darf natürlich nicht fehlen. Grußworte der Eltern und Trauzeugen gehören genauso dazu wie ein paar witzige, nicht aber intime Anekdoten. Stil ist das Stichwort!

Abseits dieser beiden Varianten gibt es natürlich noch eine Menge andere Möglichkeiten, die Gäste bei Laune zu halten.

Fazit

Alles in allem ist die Organisation und Durchführung einer Hochzeit im Sommer genauso anstrengend und im Vorlauf nervtötend, wie zu jeder anderen Jahreszeit. Aber ist dann die Organisation im Kasten, das Brautkleid gewählt, die Location und das Essen in Ordnung, so bleibt der einzigartige Tag im Leben des Brautpaares und der Gäste für immer in Erinnerung und die Hochzeit ein voller Erfolg!


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