Kopfschmuck und Schleier - Das Frollein von Sofa zaubert Spaß und Freude auf den Kopf

. 5 minuten Lesedauer

Bei  Anne Schneider alias Frollein von Sofa ist der Name Programm – die  Berliner Designerin zaubert wunderbar beschwingte Accessoires, die ein  Ausdruck purer Freude sind. Ob Kopfschmuck wie Hütchen, Schleier und  Fascinator oder Schuhclips und Broschen:

Die  Kreationen von Frollein von Sofa sind voller Leichtigkeit  und Originalität. Nicht nur Prominente wie Enie von der Meiklokjes  geraten bei ihren Accessoires regelmäßig ins Schwärmen, ebenso finden  Bräute und Brautjungfern bei ihr das i-Tüpfelchen für einen  einzigartigen Auftritt an einem einzigartigen Tag.

Wir haben mit Anne Schneider im Interview über Ihre Arbeit als  Accessoire-Designerin gesprochen, Tipps zum richtigen Tragen ihrer  Hütchen erfragt und ein wirklich sehr nettes Plauderstündchen verbracht –  das ganz sicher auch unterhaltsam für unsere Leser sein wird. Und nun,  nehmen Sie bitte Platz auf dem Sofa von Frollein Anne Schneider:

Bezaubernde Hütchen mit Hui-Effekt

Ein Interview mit Frollein von Sofa !Enie  mit süßem Kopfschmuck zum  Anbeißen

Du bist diplomierte Mode-Designerin, die sich auf originelle  Accessoires spezialisiert hat. Was liebst Du an Accessoires – und was  ist das Besondere an Deinen Kopfaccessoires?

Accessoires sind für mich wie die Sahne auf dem Kuchen. Die Auswahl  ist nahezu grenzenlos und die Kombinationsmöglichkeiten vielfältig. Sie  können einen Look komplett ergänzen, verändern oder abrunden. Neben  Lebendigkeit und Esprit, bringen sie auch Witz und Charme in die Mode.  Wenn man nicht genug Geld hat in eine umfangreiche Garderobe zu  investieren, dann sind Accessoires die perfekte Lösung.

Man kann sich damit ganz leicht immer wieder neu erfinden. Als  Designerin von Accessoires habe ich die größtmögliche kreative Freiheit.  Ich kann mich komplett ausleben. Meine Hütchen sind aber nicht nur für  besondere Anlässe gedacht.

Man kann sie jeden Tag tragen und damit seine Stimmung ausdrücken.  Trägt man einen Frollein-von-Sofa-Hut kann man sicher sein, dass man  gute Laune verbreitet. Das macht mich sehr zufrieden.

Dein Arbeitsplatz ist das Sofa – wie kann man sich Deine Arbeitsweise  vorstellen? Hörst Du bestimmte Musik beim Nähen, läuft der Fernseher  nebenbei und warum Sofa anstatt Nähtisch? Ich liebe mein Sofa. Von dort  aus könnte ich die Welt regieren.

Zum Kreativsein brauche ich Behaglichkeit und eine vertraute  Umgebung. Ich könnte niemals in einem kalten Büro an einem unbequemen  Tisch sitzen. Da bekomme ich sofort Rückenschmerzen und Depressionen.  Auf meinem Sofa arbeite ich stundenlang und merke gar nicht, wie die  Zeit vergeht.

Ich brauche nicht viel Platz und keine Maschinen für meine Arbeit.  Nur mein Herz , mein Hirn und meine Hände. Ich höre dabei gerne Swing  Musik oder lasse einen alten Film laufen. Und zwischendurch gibt es ab  und an ein Schläfchen. Hab ich nicht einen tollen Job?

Deine Kreationen würde ich als bunte Mischung aus Nostalgie,  Romantik und modernem Kitsch bezeichnen. Sie sind charmante Highlights,  setzen originelle Akzente und sind bisweilen sehr verspielt. Wie  beschreibst Du Deinen Stil? Und welche Kundinnen werden Deine Hütchen  lieben?

Das ist wirklich eine gelungene Beschreibung, die gefällt mir, danke!  Ich finde Humor in der Mode sehr wichtig. Man sollte sich selbst und  sein Äußeres nicht immer so ernst nehmen. Meinen eigenen Stil würde ich  als charmant unperfekt beschreiben. Ich schmücke mich und andere gerne,  bin aber immer zu ungeduldig, um den Look zur Perfektion zu treiben.  Aber das ist auch gut so.

Ich mag die betonte Femininität , die Silhouetten, die feinen Details  der 50er Jahre. Die meisten meiner Kundinnen sind natürlich  Vintage-Liebhaberinnen, viele davon sind Burlesque-Tänzerinnen,  Schauspielerinnen oder Künstler.

Aber ich freue mich ganz besonders über vielen die Damen, die sich  sonst eher schlicht oder sogar puristisch kleiden und sich dann wagen  mit meinen Sachen ein bißchen „Huiiiiii!! “ in ihre Garderobe zu  bringen. Toll finde ich auch Komplimente von Männern. Und die sind nicht  zu knapp!

Woher nimmst Du Deine Inspiration? Und welche Materialien verwendest Du?

Ich träume unglaublich viel. Am Tag und in der Nacht. Im Bett und auf  dem Sofa. Die Inspiration kommt von überall her. Sie sprudelt mir  manchmal sogar aus den Ohren. Ich muß mir wirklich kein Sorgen machen,  daß mir die Ideen ausgehen. Manchmal ist das sehr anstrengend, weil man  nicht zur Ruhe kommt.

Aber ich beschwere mit nicht. Für meine Hüte verwende ich einfach  alles. Vor allem natürlich alte Materialien von Vintage-Märkten aus dem  Ausland. Ich zerlege alte Hüte, Kleider oder Schmuck und verarbeite die  einzelnen Teile zu neuen Kreationen. Ich benutze Spielzeug,  Puppenstubenzubehör, Back-Dekorationen, etc. Natürlich arbeite ich aber  auch mit den klassischen Materialien, die Modisten benutzen.

Eine Hochzeit ist immer auch eine spektakuläre Inszenierung:  Wie sähe für Dich das perfekte Brautoutfit aus? Wie das der  Brautjungfern? Und was findest Du an Hochzeiten am aufregendsten?

Am  aufregendsten ist natürlich die Braut! Das ist ja wohl klar, oder? Dann  die Torte! Beides muss anständig dekoriert werden, wenn es nach mir  geht. (Aber auch eine ganz strenge reduzierte Ästhetik kann genial sein.  Jeder nach seinem Geschmack!) Ich bin ein bisschen altmodisch und liebe  den klassischen Schleier, den der Bräutigam lupfen muss, um die Braut  zu küssen. Einfach herrlich!

Das Kleid sollte am Knöchel enden, damit man die Cinderella-Schuhe  sieht, und so viele Lagen Tüll haben, dass die Braut dahinter  verschwindet , wenn sie sich hinsetzt! Ich finde, man sollte den  Brautjungfern kein Kleid aufzwingen. Sie sollen sich doch wohl fühlen.  Ich würde auch niemals eine Frau zu einem Hut überreden, wenn sie sich  damit nicht wohl fühlt. Das wäre doch bescheuert.

Deine Hütchen und Accessoires sind stets handgefertigte  Unikate. Fertigst Du aber auch mal „Massenproduktion“ an, zum Beispiel  um die Brautjungfern auszustatten? Und wie sieht es mit Maßanfertigung  und Extrawünschen aus?

Massenproduktion vom Sofa ist nicht so einfach, aber ich gebe mein  Bestes. Es stimmt, manche meiner Hüte sind wirklich absolute  Einzelstücke. Wenn ich mit Vintage-Materialien arbeite, ist das  natürlich nicht anders möglich. Manchmal kann ich dann ein ähnliches  Modell fertigen. Aber natürlich kann ich eine ganze Menge meiner Hüte  mehrmals und auch in verschiedenen Farben herstellen.

Extrawünsche sind immer willkommen. Besonders bei Bräuten kommt es  gut an, wenn ich aus Resten des Kleides den Kopfschmuck, die Schuhclips  und vielleicht sogar noch ein Accessoires für den zukünftigen Gatten  zaubere. Eine einzige Harmonie!

Wie werden die Hütchen im Haar befestigt und wo genau werden  sie am Kopf getragen? Sind sie für jede Frisur geeignet und was kann man  falsch machen?

Die Möglichkeiten einen Brautschmuck zu tragen sind so individuell  wie jede Braut selbst. Die meisten meiner Hüte oder Schleier werden mit  einem breiten Kamm im Haar befestigt. Diese halten besonders gut in  Hochsteckfrisuren. Bei feinerem oder offen getragenem Haar empfehle ich  zusätzliche Haarclips oder ein unsichtbares Gummiband.

Kleinere Hütchen werden oft ziemlich weit vorne am Haaransatz  getragen, Schleier an der Stelle des Scheitels oder der Mitte des  Kopfes. Ich rate jeder Braut erst einmal über ihre Frisur nachzudenken,  und dann über den Kopfschmuck. Man kann natürlich auch viel falsch  machen, z.B. indem man irisierendes Perlenzweig-Gebammel über  Schillerlocken trägt. Aber auch das ist okay, wenn man z.B. den Wendler  heiratet.

Wenn man sich in ein Hütchen aus Deiner Online-Boutique  unsterblich verliebt, es aber leider schon verkauft ist – kannst Du ein  Duplikat anfertigen?

Wenn ich alle Materialien zur Verfügung habe, dann ist das  grundsätzlich möglich. Manchmal muss ich Nachschub aus dem Ausland  bestellen. Das kann etwas dauern. Aber ich habe bisher noch jede Braut  glücklich gemacht.

Viele Bräute würden sicherlich gerne ausgefallenen Kopfschmuck und  Accessoires tragen – trauen sich aber nicht. Aus der Sicht einer  Designerin: Was spricht auf jeden Fall dafür?

Wenn sich eine Braut nicht traut etwas Ausgefallenes zu tragen, dann  sollte sie es auch lieber lassen. Sie muss sich wohl fühlen, sie selbst  sein. Sie sollte auch kein Sahnebaiser-Kleid tragen, wenn sie nicht der  Typ dafür ist. Eine klitzekleine Seidenschleife oder eine hübsche  frische Blume im Haar sind auch okay. Oder eben gar nichts. Gerade an  solch einem Tag sollte man sich selbst absolut treu bleiben!

Deine letzten Worte?

Ich suche auch noch einen Ehemann! Bewerbungen oder Vorschläge bitte unter: hello@frolleinvonsofa.com

Vielen lieben Dank für das Interview!


Kopfschmuck und Schleier - Das Frollein von Sofa zaubert Spaß und Freude auf den Kopf
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