Individuelle Hochzeitsdekoration: Vintage-Look

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Für viele Menschen ist auch heute noch die Hochzeit  der wichtigste Tag in ihrem Leben. Dabei ist es das Ziel vieler Ehepaare  in spe, ihrer Feier durch die Verwendung verschiedener Dekos ein  stimmungsvolles Erscheinungsbild zu geben. So wollen sie gemeinsam mit  den geladenen Gästen eine bestimmte Atmosphäre erleben, die sie durch  eine gute Planung vorbereiten. Dabei finden sich zahlreiche verschiedene  Anregungen, die Hochzeit in all ihren Facetten in einem bestimmten Look  zu gestalten.

Hintergrund des Vintage-Gedankens

Inspiriert durch einen Trend in der Inneneinrichtung, wurden in den  letzten Jahren einige Hochzeiten im sogenannten Vintage-Stil gestaltet.  Ebenso wie der „shabby chic“ geht es dabei um eine Bewegung, die zum  einen Second-Hand-Produkte auswählt und diese zum anderen kreativ und  selbsttätig umgestaltet.

Der Zeitraum ist hierbei nicht genau eingegrenzt, generell kann man  jedoch einen großen Teil des 20. Jahrhunderts, etwa von 1920 bis in die  1970er-Jahre hinein, dafür annehmen. Aus dieser breiten und selbst von  verschiedenen Stilideen geprägten Phase können Interessierte auch Dinge  für ihre Hochzeit verwenden. Zunächst ist es hierbei müßig darauf  abzuzielen, mühselig einen einheitlichen Look zu kreieren. Das  Zusammengewürfelte ist Teil dieser Philosophie.

Konkrete Anregungen zur Dekoration

Demnach kann man zunächst ältere Bilder, etwa Kinderfotos der beiden  Ehepartner, aus privaten Beständen suchen. Diese können in Rahmen  unterschiedlicher Farben an den Wänden der Location aufgehängt werden.  Wie bei allen Stilarten ist auch hier die Location, die durchaus neutral  sein kann oder aus Holzinterieur bestehen kann, zu beachten. Eine  Vintage-Hochzeit kann sowohl im Freien wie auch in geschlossenen  Räumlichkeiten durchgeführt werden. Weitere Artikel, die bei einer  Vintage-Hochzeit nicht fehlen dürfen, sind zum Beispiel altertümlich  wirkende Möbel: Tische, Stühle oder Kommoden aus Holz, mit gedrechselten  Verzierungen, Einlegearbeiten und gebogenen Beinen. Auch andere  Accessoires, wie

  • alte Kistenkoffer,
  • mit Sprüchen bestickte Kissen,
  • Couches aus Materialien wie Plüsch,
  • Bücher oder Comics aus vergangenen Jahrzehnten,
  • mechanische Waagen mit Bleigewichten,
  • Spitzen-Deckchen,
  • früher genutzte Telefone mit Wählscheibe,
  • Schallplatten aus Vinyl,
  • Traditionelle Schreibmaschinen

oder ähnliches sind nur einige Ideen. Hier dienen nicht nur der  eigene Dachboden, Second-Hand-Shops oder Flohmärkte als Fundgrube. Wer  edle Gegenstände sucht, die er beispielsweise beim Festmahl benutzen  kann, wie Tischsets, Glascloches, Karaffen oder Schalen, der wird bei  spezialisierten Design-Webshops wie mirabeau.de fündig. Wer ganz spezielle Vorstellungen hat, kann auch lokale  Kleinanzeigen (Zeitungen, Foren, Verkaufsbörsen) im Internet  durchforsten, um das Gewünschte zu finden.

Kleidung und Accessoires

Doch nicht nur Möbel und Accessoires sollten im Vintage-Look gehalten  sein. Auch weitere Elemente der Dekoration wie leuchtende Blumen in den  Vasen vergangener Jahrzehnte sollten dem ganzen Stil einen frischen  Anstrich geben.

Dasselbe gilt für die Kleider, die Braut und Bräutigam sowie die  geladenen Gäste tragen. Hier ist das Stichwort: Retro-Chic. Nicht nur  das klassische Weiß, sondern gern auch kräftigere Farbtöne können  verwendet werden. Verspielte und asymmetrisch geschnittene Kleider bei  den Frauen oder Leinen-Elemente bei den Herren bilden sinnvolle  Abwechslung von einer klassischen Hochzeit.

Als Accessoires tragen die Bräute Ketten mit Emblemen wie dem  Peace-Zeichen, Armreife oder bunte Tücher. Geflochtene Haare, die mit  Blüten geschmückt sind, geben dem Ganzen einen Touch der Hippie-Ära,  welche im Moment besonders bei Hochzeiten im Trend liegt.

Der Frühling als Inspiration

Im Wonnemonat Mai, wenn der Frühling sein blaues Band laut den Versen  des deutschen Dichters Eduard Mörike durch die Lüfte flattern lässt,  finden immer noch viele Hochzeiten statt. Viele Umstände der Jahreszeit  werden als symbolisch für die Ehe betrachtet: Die erwachende Natur mit  blühenden Blumen und Pflanzen steht für das Erwachen der Liebe und für  das stetige Wachsen der Beziehung zwischen den Heiratenden.

Die erwachende Sonne, die milde Luft, welche sich mit dem Duft der  Blüten mischt, symbolisieren Kraft und Energie. Diese werden bei einem  Bund fürs Leben benötigt. Nicht zuletzt wirkt sich diese  Aufbruchsstimmung, dieses Wohlgefühl auch auf den Körper aus. Die  Hormone erwachen zudem, nicht umsonst werden in den drei Wintermonaten  so viele Kinder geboren. All dies sollte sich in der Dekoration und  Gestaltung einer Hochzeit im Frühling wiederfinden.

Feiern im Freien

Wenn irgend möglich, sollte eine Frühlingshochzeit im Freien  stattfinden. Die Farben der Blüten können sich grundsätzlich in weißen  und pastellfarbenen Dekorationen und Kleidern wiederfinden. Ein  klassisches, elegantes Brautkleid in Weiß oder Farbtönen wie Creme und  Elfenbein, beispielsweise mit Spitzeneinsätzen, passt gut dazu. Auf  Tischen, in Beeten und in den Haaren der weiblichen Anwesenden können  Blüten als Schmuck dienen. Nicht nur die klassischen weißen oder roten  Rosen, sondern eine Mischung verschiedener Blüten mit viel frischem Grün  passt am besten zu einer Hochzeit im Frühling.

Details der Frühlings-Dekoration

Weiterhin sollten Stühle, Tische, Schilder und Theken für die Ausgabe  von Speisen und Getränken am besten aus Holz oder zumindest in Weiß  oder hellen Farbtönen gehalten sein. Schilder mit kleinen Symbolen oder  witzigen Hinweisen sind übrigens gerade bei größeren Hochzeiten ein  sinnvolles und schönes Detail der Dekoration. Alle Menükarten,  Einladungen und Etiketten können sich an der hellen, frischen Farbgebung  orientieren. Bast in verschiedenen kräftigeren Farbtönen dient dazu,  Blumen, Servietten oder Besteck zusammenzubinden. Kleinere Dekorationen  für die Esstische können Moos- oder Rattankugeln sein. Insgesamt sollte  man aber vorsichtig sein und die Tische nicht überladen.

Falls man Akzente setzen will, können beispielsweise auch Luftballons  oder bunte Lampions (aber nicht übertrieben viele) aufgehängt werden.  Helle und leichte Speisen mit viel Salat ergänzen die Dekoration. Weißes  Geschirr, vielleicht mit dezenten Blüten- oder neutralen Mustern, kann  mit gläsernen oder hellen Keramikvasen gepaart werden. Körbchen auf dem  Tisch können mit gekochten oder Deko-Eiern gefüllt werden und einen  Anklang an Ostern bieten. Gerade bei Tischdecken oder Platzdeckchen  sowie Servietten sollte man auch auf diese Farbgebung achten, wobei  Servietten als Kontrast auch in kräftigen Farben, etwa dunkelrot oder  grün, gehalten sein können. Skirtings, also Überwürfe, die die  Tischbeine verschiedener, provisorischer Tische verdecken, sorgen für  ein einheitliches Bild.

Weitere Inspirationen für Vintage Hochzeiten findet ihr auf unserem WeddyPlace-Board!

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Abschließende Hinweise

Grundsätzlich kann man in jeder Jahreszeit Hochzeit feiern. Man  sollte sich von dieser sowie vom Ort bei der Dekoration leiten lassen.  Allerdings sind Feiern im Sommer nicht zu empfehlen, da die Hitze  Menschen, insbesondere Kindern, und auch Speisen nicht zuträglich ist.  Im Winter und im Herbst sind geschlossene Locations zu wählen. Ein  neutraler Saal kann im Herbst durch die Ernte inspiriert sein:  Korngarben, Früchte und erdige Farben sind nur einige Anregungen in  dieser Hinsicht. Im Winter wäre eine Location wie eine Burg oder ein  Schloss im Schnee eine zauberhafte Gelegenheit, um eine rundum weiße  Hochzeit zu feiern. Hier passen silberne oder goldene Dekorationen recht  gut ins Bild. Auch andere Anklänge an den Winter, wie Schlitten oder  Eissterne als Accessoires, sind geeignet.

Man kann Hochzeiten, wie erläutert, unter zahlreiche Mottos stellen.  Wer doch im Sommer feiert, kann mediterrane Akzente setzen, hier  empfiehlt sich eine Dekoration im Landhaus-Stil (Einrichtungsart).  Grundsätzlich sollte die Dekoration an diesem wichtigen Tag beiden  Ehepartnern gefallen. Hier sollte man nicht nur aufs Geld schauen,  sondern eine Bauchentscheidung treffen und versuchen, sich mit  Jahreszeit, Location und den anwesenden Gästen zu arrangieren.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner mirabeau.de.


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