Hochzeitsplanung mit System: Von der Einladung bis zur Danksagung

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Endlich ist es soweit: Die Frage aller Fragen wird mit ja beantwortet, die Pläne für eine gemeinsame Zukunft stehen, die Vorbereitungen für den großen Tag und den Traum in Weiß laufen an.

Natürlich gibt es Hochzeitsplaner, die die Organisation von A bis Z für Euch übernehmen können, aber die meisten Brautpaare kümmern sich hierzulande doch selbst um die Planung ihrer Hochzeit. Neben der Aufstellung der Gästeliste, der Auswahl von Zeit und Ort und einer generellen Festlegung des Stils der Feier gehört die Erstellung der Drucksachen – von Einladungen bis Danksagungen – zu den wichtigsten Planungsspunkten.

Feiern mit Stil

Damit Eure Feier eine runde Sache wird, solltet Ihr als erstes den Stil für Eure Festlichkeiten festlegen. Wird es eine nostalgische Feier in mittelalterlicher Kulisse, eine lockere Sommerparty im Gartenpavillon, eine klassische Feier oder eine Mottohochzeit – egal wie Eure Vorlieben sind, für die weitere Planung bildet diese Entscheidung den Rahmen.

Nur wenn alle Details auf den Stil der Feier abgestimmt sind, ergibt sich für Euch und Eure Gäste ein stimmiges Gesamtbild, das lange in Erinnerung bleiben wird.

Auch für die Gestaltung der Drucksachen spielt der Stil der Hochzeit eine große Rolle. Eine Einladung zu einer luftig-lockeren Gartenhochzeit wird in Bild und Text anders ausfallen, als die Einladung zu einer Hochzeit unter dem Motto 70er-Jahre, Wilder Westen oder Südseeträume.

Die Einladung ist das erste stilistische Mittel, um Eure Gäste auf Eure Feier einzustimmen; die Danksagung ist der Abschluss, mit dem die schönsten Momente noch einmal in Erinnerung gerufen werden.

Die Einladung – mehr als nur Platzhalter für Ort und Zeit

Eine Einladung erfüllt gleich mehrere Aufgaben: Sie informiert über den Anlass, gibt Auskunft über die wichtigsten Eckdaten der Feier und transportiert Eure Vorstellungen von der Art der Hochzeit – idealerweise bereits über die grafische Gestaltung. Um allen Aufgaben gerecht zu werden, müsst Ihr Euch sorgfältig mit der grafischen und textlichen Gestaltung beschäftigen. Zum Glück gibt es viele Anbieter, die für jeden Anlass, jede Stilrichtung und jeden Geldbeutel die passende Designvorlage im Angebot haben.

Diese Infos sollten unabhängig von der Gestaltung auf keiner Einladung fehlen:

  • Eine kurze Einleitung und die Aussprache der Einladung
  • Ort und Datum der Trauung und der Feier
  • Die Namen des Brautpaares
  • Termin für Zu- und Absagen
  • Eigene Kontaktdaten, gibt es einen Ansprechpartner für die Organisation (z.B. die Trauzeugen), dann auch diese Kontaktmöglichkeiten
  • Geschenkewünsche, z.B. ob Geld gewünscht wird oder wo es eine Wunschliste gibt

Möchtet Ihr gern weitere Angaben oder detaillierte Informationen (z.B. Hotelempfehlungen, Kleiderordnung, Programmplanung oder Hochzeitsmotto) in der Einladung unterbringen, verwendet Ihr am besten ein Einlegeblatt. Dadurch habt Ihr genug Raum und überladet die eigentliche Einladungskarte nicht. Ihr habt mehr Spielraum für eine optisch ansprechende Gestaltung und die wichtigsten Informationen kommen so wesentlich besser zur Geltung.

Timing ist alles – Vorlaufzeiten richtig planen

Ihr möchtet natürlich, dass möglichst alle geladenen Gäste zur Hochzeit erscheinen und auch Eure Familien und Freunde fänden es sicher schade, dieses einmalige Ereignis zu verpassen. Eine rechtzeitige Einladung ist daher wichtig. Besonders wenn der Hochzeitstermin in klassische Urlaubszeiten fällt, müsst Ihr Euren Gästen frühzeitig die Chance zum Blocken des Termins geben.

Diese Aufgabe erfüllt die „Save-the-Date“-Karte. Ihre einzige Aufgabe ist es, Eure Gäste über Eure Hochzeit und den Termin der Feier zu informieren. Der Vorteil: Ihr benötigt noch nicht die umfassenden Informationen, die für die eigentliche Einladung notwendig sind.

Selbst Eure Gästeliste muss noch nicht bis ins I-Tüpfelchen abgestimmt sein. Mit der „Save-the-Date“-Karte sprecht Ihr in erster Linie die Gäste an, die unbedingt das große Ereignis mit Euch gemeinsam begehen sollen.

Sollte später die Einladungsliste noch um den einen oder anderen erweitert werden, ist dies kein Problem.

Als Faustregel für ein gutes Timing bei Hochzeitseinladungen gilt daher:

  • Save-the-Date: So früh wie möglich (bei Sommerhochzeiten gern mindestens ein halbes Jahr im Voraus)
  • Versand der Einladung: 3 Monate vor dem Hochzeitstermin
  • Termin für Zu- und Absagen: 4 Wochen vor der Feier (so bleibt Zeit zum Nachfragen bei allen, die sich nicht gemeldet haben)

Menükarten, Kirchenhefte & Co. – feste Begleiter der Feier

Nachdem die Einladungen auf die Reise gegangen sind, könnt Ihr Euch mit den anderen Drucksachen beschäftigen, die Euch durch die Hochzeit begleiten. Idealerweise habt Ihr mit den Einladungen bereits das Layout für die gesamte Ausstattung an Karten & Co. gefunden und müsst Euch jetzt nur noch mit den Details und dem Text befassen.

Kirchenhefte – Programmhefte für die kirchliche Trauung und wertvolle Erinnerungsstücke in einem

Kirchenhefte sind oft 4-Seiter im Format DIN A5. Das Deckblatt zieren die Namen des Brautpaares, das Datum und der Name der Kirche. Auf den Innenseiten führt Ihr Eure Gäste durch die Trauzeremonie (u.a. Treueschwüre, Tausch der Ringe, Eheernennung, Segnung), habt Raum für den Abdruck gemeinsam gesungener Lieder, Euren Dank an Pfarrer/Priester, Trauzeugen oder andere wichtige Personen.

Die Rückseite könnt Ihr für Bitten oder Regeln zum Fotografieren und für die Handynutzung verwenden. Auch eine Einladung zum anschließenden Sektempfang oder ein persönlicher Hochzeitsspruch finden hier Platz.

Sprecht die genaue Reihenfolge und die wichtigsten Bestandteile der Zeremonie im Vorfeld mit Eurem Pfarrer oder Priester ab. Er wird Euch sicher gern unterstützen und Euch über den genauen Ablauf der Trauung informieren.

Menükarten – informative Tischdekoration

Menükarten gibt es in den unterschiedlichsten Formaten und Ausführungen. Ob als klassische Klappkarte zum Aufstellen in der Tischmitte, als kleine Pergamentrolle für jeden Platz oder in kreativen Sonderformen als Bestandteil der Tischdekoration – Menükarten informieren Eure Gäste über Speisen und Getränke des Abends.

Ihr könnt sie sowohl bei einer Bewirtung am Buffet als auch beim Servieren der Speisen am Platz verwenden. Die meisten Gäste werden neugierig sein, was sie an kulinarischen Genüssen erwartet. Auch die Getränkeauswahl treffen viele gern in Ruhe und in Abhängigkeit der Speisen – Menükarten geben hierzu die Chance.

Und noch einen weiteren Vorteil haben die dekorativen Karten: Oft kommen Gäste an den Tischen gerade über diese ins Gespräch mit den Tischnachbarn – der Grundstein für eine lockere und ungezwungene Atmosphäre an der Festtafel ist gelegt.

Platzkarten – ein Muss für die Festtafel

Ob eine lange Festtafel oder mehrere einzelne Tische – die Platzwahl solltet Ihr nicht dem Zufall überlassen. In Eure direkte Nähe oder an den Tisch des Hochzeitspaares gehören neben den Eltern auch die Trauzeugen mit Partner.

Die weitere Verteilung der Gäste ist Euch freigestellt. Nehmt Euch die Zeit, verschiedene Konstellationen durchzuspielen, achtet auf Freundschaften, gemeinsame Interessen, Alter und andere Euch bekannte Dinge, um Euren Gästen eine angenehme Unterhaltung zu ermöglichen.

Im Gegensatz zu anderen Feiern kennen sich viele der Hochzeitsgäste untereinander nicht, teilweise kennen sie sogar nur das Brautpaar – und das hat an diesem Tag wenig Zeit für intensive Gespräche!

Eure Platz- oder Namenskärtchen sollten sich harmonisch in die Tischdekoration einfügen. Ihr könnt gedruckte Kärtchen im Stil der Einladung oder Menükarten verwenden oder selbst Platzkärtchen basteln. Eurer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, einige Anregungen findet Ihr zum Beispiel hier.

Die Danksagung – krönender Abschluss für Eure Hochzeitsfeierlichkeiten

Die Flitterwochen liegen hinter Euch, der Alltag als Mann und Frau hat Euch wieder, die große Feier bestimmt nicht mehr den Großteil Eurer Gedanken: Spätestens jetzt ist es Zeit, bei allen Gästen noch einmal stilvoll „Danke“ zu sagen. Das Layout für Eure Danksagungen könnt Ihr an die Einladung anlehnen.

Neben Eurem persönlichen Dank freuen sich Eure Gäste und Gratulanten über eine Auswahl der schönsten Fotos – natürlich von Euch als Paar, aber auch von eindrucksvollen Momenten des Tages. Habt Ihr ein Gruppenfoto der Hochzeitsgesellschaft machen lassen, könnt Ihr dieses den Danksagungen der Gäste beilegen.

Sicher gibt es den einen oder anderen Gratulanten, dem Ihr mehr als nur die standardisierte Danksagung überreichen möchtet. Hier arbeitet Ihr am besten mit einem Einlegeblatt, auf dem Ihr handschriftlich ein paar persönliche und individuelle Worte festhaltet. So habt Ihr genug Raum, um auf Details – wie zum Beispiel ein ausgefallenes Geschenk oder besondere Aktionen während der Feier – einzugehen.

Wartet mit dem Versand der Danksagungen nicht zu lange, das könnte sonst Unmut bei manch einem Gratulanten hervorrufen. Für Eure Gäste tritt der Alltag viel schneller als für Euch wieder ein und die Feier rückt deutlich eher wieder in den Hintergrund des Bewusstseins.

Um neben Flitterwochen und Alltagsorganisation nicht in Zeitdruck zu geraten, könnt Ihr die Danksagungen daher bereits im Zuge der Hochzeitsvorbereitung entwerfen. Das Layout, die Papierauswahl, Texte etc. können frühzeitig feststehen. So müsst Ihr im Anschluss nur die Bilder auswählen und die Auflagenhöhe bestimmen. Wählt diese ruhig etwas großzügiger, manchmal kommen noch verspätete Glückwünsche aus weit entfernteren Kreisen an.

Liegt die letzte Danksagung im Postkasten, bleibt Euch dann nur noch eins zu tun – genießt die Zeit als Ehepaar!

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