Brautgeschichten #3 – Die perfekte Location

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„Das ist sie! Das muss sie einfach sein, es gibt keinen perfekteren Ort für unsere Hochzeit. Ich will, ich will, ich will!!!!!“ Ungefähr so muss es sich angehört haben, als ich dem Lieblingsmann die Fotos von meiner Traumscheune zeigte...

Die Trauung unter einem alten Baum, die Scheune ausgeschmückt mit Lichterketten, Lampions über der Tanzfläche und das Ganze auch noch in unserer Nähe – also viel zu schön um wahr zu sein.

Schwupps hatten wir einen Besichtigungstermin und mit uns noch ein Haufen anderer heiratswilliger Paare, die scheinbar denselben Traum hatten. Einen der ersten Sätze die ich bei der Ankunft aufschnappte lautete ungefähr so: „Dieses Jahr? Also da haben wir nur noch einen Termin im September frei.“ (Es war März, erwähnte ich das schon?)

Na gut aber für DIE Traumlocation könnte ich zur Not auch bis zum nächsten Jahr warten. So startete der Rundgang schon mit etwas weniger Euphorie. Es war kalt, es war regnerisch und es war grau. Sehr, sehr grau.

Trotz allem konnte man die Schönheit von diesem Ort einfach nicht übersehen. Und doch zwickte es an sämtlichen Ecken. Diese Location war einfach nicht unsere. So sehr ich es mir am Anfang auch gewünscht hatte.

Ich fing also wieder bei null an. Viele weitere Stunden verbrachte ich mit der Suche nach unserer Hochzeitslocation. Ich schraubte meine Ansprüche runter, teilweise soweit, dass nicht mehr viel von mir übrig blieb.

Wir guckten uns einiges an, doch leider sprang nie der Funke über. Mein Enthusiasmus behielt ich mir trotzdem bei, bis wir auf diesem Bauernhof standen...

Erst kam die Dame über eine halbe Stunde zu spät („Ach hatten wir einen Termin? Ich war noch schnell zur Massage“), dann zeigte sie uns ein furchtbar feuchtes Fotobuch, nur um dann zu fragen, ob es uns was ausmachen würde, dass sie uns nochmal eine halbe Stunde allein ließe.

Sie müsste mal kurz weg. Irgendwie wurde es dann aber doch noch ganz nett und ich war so verzweifelt (#wirfindenniemalseinenOrtzumHeiraten), dass ich in diesem Fall sogar den Bibi & Tina Charme romantisch fand. Ich hätte mich fast darauf eingelassen - bis am nächsten Tag die Hochzeitsmappe kam.

Ich werde jetzt hier keinen mit den Details schockieren. Ich sage nur, dass ich danach erstmal eine ganze Weile nix mehr über das Thema Hochzeit hören wollte!

Nachdem wortwörtlich ein bisschen Gras über die Sache gewachsen war, fing ich Mitte April wieder an zu suchen. Durch Zufall fand ich bei Ebay all das, was ich die ganze Zeit gesucht hatte. Wie auch schon die Male zuvor vereinbarten wir einen Besichtigungstermin.

Bewaffnet mit einem ganz großen Schoko-Frappuccino, von dem ich mir sicher war, dass ich ihn brauchen würde, da ich ja sicherlich wieder total enttäuscht auf dem Rückweg sein würde, machten wir uns auf den Weg.

Ich war in keinem Augenblick darauf vorbereitet mein Herz zu verlieren. Und doch war ich vom ersten Moment an verliebt und so erging es nicht nur mir.

Noch vor Ort und ohne ein unter Vieraugen-Gespräch zu führen, wählten wir einen Tag für unsere Hochzeit aus und buchten die Location meiner Träume.

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