Brautgeschichten #2 – Die ersten Schritte der Hochzeitsplanung

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Kaum „JA“ gesagt, war einer meiner ersten Gedanken: „Ich muss meine Mama anrufen! Und M. und K. und S. und A. und überhaupt, am besten gleich das ganze Alphabet. Zum Glück habe ich dann doch noch schnell die Kurve bekommen, so dass wir diesen besonderen Abend ganz für uns allein genießen konnten.

Wir spazierten zu unserem Hotel, aßen Macarons im Bett und malten uns aus, wie wunderbar alles werden würde. „Wir sollten dieses Jahr heiraten“ – „ In einer Scheune“ – „Oder wir brennen durch und heiraten in Paris“ – „Äh NEIN“ – „nur im engsten Kreis“ - „Wie wäre es im September?“ – „Ohja im Herbst“.

Es würde wunderbar werden und bis September war doch noch so viel Zeit. (Ja in Paris ticken die Uhren irgendwie anders). Wir verbrachten die nächsten Tage mit diesem süßen Geheimnis, das wir nur mit Paris selbst teilten und fühlten uns wie frisch verliebt.

Willkommen in der Realität!

Zurück daheim führte uns der erste Weg direkt zum Juwelier, denn der Ring war leider ein kleines bisschen zu eng. Was mich natürlich nicht davon abhielt, ihn Tag und Nacht zu tragen.

Wenn die Cinderella Stiefschwestern sich für den Prinzen sogar in einen gläsernen Schuh quetschen (aua!), kann ich ja wohl auch für den Ring der Ringe ein paar Stunden auf einen ordentlich durchbluteten Finger verzichten (Ja, ich übertreibe!).

Leider war es nicht möglich, ihn sofort passend zurück zubekommen und obwohl der Lieblingsmann mir anbot, dass ich mir einen anderen aussuchen könnte, wollte ich nur diesen!

Auch wenn es bedeutete, dass wir die frohe Botschaft ohne Ring verkünden müssen. Bei Käse, Baguette und Wein erzählten wir es am Abend endlich unseren Familien.

Und schon schlugen uns die ersten „da-aber-nicht-Termine“ entgegen. Na gut, blieben ja noch immer zwei Wochen im September übrig, nur die Ruhe.

Wir feierten die Verlobung mit Sekt und obwohl ich das Zeug eigentlich gar nicht so mag, kann man sich da echt dran gewöhnen. Zumindest nach dem 10. Mal anstoßen merkte ich schon gar nicht mehr, dass er eigentlich gar nicht schmeckt.

Aber ich war dann doch ein wenig froh, dass wir es allen, bei denen es uns wichtig war, persönlich erzählt hatten und ich endlich keinen Sekt mehr trinken „musste“.

Von diesem Augenblick an kaufte ich wie im Rausch alle Hochzeitszeitungen, die ich irgendwo finden konnte, durchstöberte bis tief in die Nacht all die wunderbaren Hochzeitsblogs und schmökerte in jeder freien Sekunde in meinen (vorrausschauend gekauften) Hochzeitsbüchern.

Noch 6 Monate bis September: Bereits nach dem ersten Heft, in dem wie zufällig eine Zeitliste enthalten war, ahnte ich, dass unsere mit der rosaroten Brille geschmiedeten Pläne nicht standhalten würden.

1 Jahr vorher die Save the Date Karten verschicken, 10 Monate vorher das Brautkleid aussuchen usw.. Da half nur eins: Durchatmen (und sich fragen, warum ich nicht schon mit 12 angefangen habe, meine Hochzeit zu planen).

Natürlich hatte ich auf Pinterest bereits eine Hochzeits-Pinnwand. Das Problem dabei war nur, dass ich da drin alles sammelte, für jeden Stil und jede Eventualität. Halt alles was mit Hochzeit zu tun hatte und ich toll fand.

Und so kamen meine vier wunderbaren Brautjungfern zu einem Notfall-Meeting. Nachdem gekreischt, gekichert und Sekt getrunken wurde, stand auch das Farbkonzept fest – Hey immerhin!

Und da erinnerte ich mich an diese eine Hochzeitsreportage, die ich mal gesehen hatte, in dieser Scheune – in dieser perfekten Scheune.

Ob sie es geworden ist und von der Besichtigung, erzähl ich Euch das nächste Mal. Nur so viel verrate ich schon: Der September ist es nicht geworden!

xoxo Lia Lemon​

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